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RRVGT | SRU beim 12h-Event der RRVGT am Nürburgring erfolgreich!

Man mag meinen, der GrandPrix-Kurs des Nürburgrings bietet nicht die Rennaction wie die VLN auf der Nordschleife. Weit gefehlt! Beim 12-Stunden-Event der RRVGT mit Assetto Corsa Competizione am 25.04.2020 von 12:00 bis 24:00 Uhr ging es richtig rund. Schon im Qualifiying am Samstag fielen Zeiten um die 1:52, die Masse des fast 40 Teams umfassenden Fahrerfeldes legte immer noch außerirdische 1:54er Zeiten aufs Parkett. Dabei: Zwei Teams der Simracing-United Community im Bentley Continental GT3.

Die SRU-Teams

 

 

 

Fatih Demirci, Ralf Stingl, Dawid Dlugokecki und Paschal Trachsel pilotierten den Wagen #36, der zweite Bentley mit der Nummer 74 wird gefahren von Frederik Inger, Yannic von Hammel und Sebastian Krohn. Beide Teams hatten hart trainiert, doch im Qualifiying offenbarte sich das hohe Niveau des Grids: Die Plätze 32 und 18 jenseits der Top 10, da zeigte sich Teamchef Demirci doch etwas überascht: „Die Top Ten hatten wir schon im Auge, doch das Rennen ist lang, warten wir es ab“.

Der Livestream mit Renn-Prominenz

Das Rennen wurde live übertragen und kommentiert von BloodyRain1984 und CTMeister im Wechsel, hervorragend fachlich unterstützt von den realen Rennfahrerinnen Laura Luft und Sarah Ganser. Garniert mit Live-Schaltungen aus den Team-Boxen bot sich den rund 1000 Zuschauern ein grandioses Rennen. Die beiden Rennfahrerinnen boten einen unterhaltsamen Einblick in das reale Rennfahrerinnenleben, viele professionell-fachliche Eindrücke und enormes Verständnis und eigene Expertise aus dem Simracing. Vor allem die sehr einfühlsamen Interviews von BloodyRain1984 bleiben im Gedächtnis.

Doch wie lief das Rennen für beide Teams? Hier einige Statements der Fahrer:

Während Fatih Demirci und Dawid Dlugokecki schon auf einiges an Langstreckenerfahrung zurückblicken können, und auch Ralf Stingl ein 12h-Rennen in seiner Vita stehen hat, war das Thema Langstrecke für die anderen Teammitglieder noch Neuland. Was aber nicht zu spüren war, wie Ralf Stingl bestätigt: „Ich bin echt beeindruckt, wie professionell alle an die Sache ran gegangen sind und sich ins Zeug gelegt haben. Es sind auch alle genial konstant unterwegs gewesen. Das war eine wahre Freude. Ein riesengroßes Lob an Alle!“.

Yannic von Hammel als Langstrecken-Rookie bestätigt diesen Eindruck postwendend:“Es war für uns ein sehr erfolgreiches Rennen. Für Frederik, Sebastian und für mich war es das erste Langstreckenrennen überhaupt. Quali lief gestern nicht so gut, weil sehr sehr viel schnellere Fahrer da draußen waren. So sind wir dann auf P32 gelandet.“ Auch das Team 1 konnte sich bei der starken Konkurrenz entgegen der eigenen Erwartungen nur auf Platz 18 qualifizieren. Doch Teamchef Demirci deutete ja schon augenzwinkernd an, das man sich im Rennen mehr ausrechnet.

Die Startampel erlischt

Besonders die ersten Stints waren für beide Teams recht erfolgreich. „Im Rennen dann von P32 mit dem Blick nach vorne. Der Start verlief sehr gut für mich, ich konnte ein paar Plätze gut machen und hatte auch keine Kontakte. Mit dem Blick nach vorne bin ich dann in meinem ersten Stint von P32 auf P21 gefahren. In den folgenden Stunden verlief alles sehr ruhig und wir konnten uns rund um P25 eingliedern,“ fasst Yannic seinen ersten Einsatz auf dem Bentley zusammen. Auch Ralf Stingl schildert die ersten Runden des Rennens unspektakulär:“Mein erster Stint war Super. Die Zeiten passten für mich, ich bin gut durchgekommen und das Auto fühlte sich einfach gut an.“ Jedoch musste Startfahrer Dawid Dlugokecki einige Treffer zu Beginn einstecken, die das Auto weder hübscher noch fahrbaren machten.

Erste Schrecksekunden

Doch schon in den ersten zwei bis drei Stunden mussten einige Teams die Segel streichen. Beeindruckend war vor allem, das Fahrer wie Paul Schalm die 12h völlig alleine durchgezogen haben. Auch unsere beiden Wagen stießen auf erste Hürden. „Der zweite Stint war deutlich anstrengender. Konnte im Dunkeln nicht ganz so schnelle Zeiten fahren und das Gefühl fürs Auto war nicht so wie im ersten Stint.“, konstatiert Stingl. Eine Schrecksekunde ereilte dann auch Wagen 74 mit Yannic von Hammel am Steuer. „Mein zweiter Stint verlief anfangs ganz normal, dann im zweiten Drittel dann der Super-Gau. Nachdem ich überrundet wurde, sind wir hintereinander im Renntempo durch die NGK Schikane und dort stand quer zur Fahrbahn ein Aston Martin :shock: :shock:
„Ok, links vorbei geht“, dachte ich mir, doch dem war nicht so, weil der Aston Martin-Fahrer sich dachte „Jetzt fahre ich mal los“, aber da kam ich gerade an! :crying-yellow:
So bin ich ihm dann komplett in die Front gefahren. Schwerer Schaden vorne rechts war das Ergebnis. Da ich schon an der Boxeneinfahrt vorbei war, musste ich diese Runde noch zu Ende fahren und konnte dann mit Sprit für eigentlich noch 19 Runden frühzeitig beenden und das Fahrzeug an Frederik übergeben, der dann wieder komplett angegast hat. Frederik und Sebastian haben uns dann bis zu meinem letzten Stint auf P20 nach vorne gefahren.“ Auch Ralf Stingl hatte Momente rasanten Blutdruckanstieges:“In den letzten Runden wurde es dann nochmal kritisch. Drei Runden vor Schluss wäre ich fast noch einem, den ich überrunden musste, reingefahren. Er hat vor der Rechtskurve auf Start-Ziel so dermaßen den Anker geworfen, hui ui ui. Damit hatte ich nicht gerechnet, konnte gerade noch reagieren. Wenn ich das versemmelt hätte, wären wir noch einen Platz nach hinten gerutscht. Mein Verfolger lies den Abstand in der letzte halbe Stunde von glaub 28 Sekunden auf 3 schmelzen. Ich war da sowieso schon mächtig am schwitzen. Zum Glück alles gut gegangen. Die Technik hat auch bei allen durchgehalten.“

Das Ziel im Blick

Das Ende verlief dann trotz Dunkelheit dank der sehr professionellen Fahrweise aller Fahrer recht ruhig. „Eine Stunde vor Schluss habe ich das Fahrzeug nochmal übernommen und habe den Koffer dann sicher auf P20 ins Ziel gefahren. Es war anstrengend aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Bin sehr froh bei der SRU gelandet zu sein. Danke an alle Mitwirkenden.“, resümiert Yannic sein erstes Langstreckenrennen. Mit Platz 16 war dann auch Ralf Stingl im Wagen 36 zufrieden. „Alles in allem bin ich SUPER zufrieden!“ Das lassen wir genau so stehen.

Das Ergebnis

Wagen 36 mit Stingl, Demirci, Trachsel und Dlugokecki erreicht mit einer konstanten Fahrweise und nahezu fehlerfreien Fahrt den 16. Platz. Das Team 74 im zweiten Bentley rast ebenso konstant beim Langstreckendebüt auf einen fabelhaften 20. Platz. Und wir reden hier von einem Grid mit knapp 40 Start-Teams, viele mit enormer Langstreckenerfahrung. Im Stream bestätigten auch Laura Luft und Sarah Ganser, beide mit Langstreckenerfahrungen im realen Motorsport, das hohe Niveau dieses Rennens und die tolle Leistung aller Fahrer. Zitat Sarah:“Mega-Event!“ Das Kompliment geben wir gerne weiter, vor allem auch an die Organisatoren der RRVGT sowie den beiden kongenialen Moderatoren BloodyRain1984 und CTMeister, die manche hochbezahlte Moderation im privaten TV haben sehr alt aussehen lassen.

Schaut einfach bei bloodyrain1984 und CTMeister vorbei.

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