Wir bleiben mit dem Historic Friday in den USA, wechseln aber von den schweren, trägen Trans-Am Tourenwagen auf die federleichten und aerodynamisch hochentwickelten Prototypen der Gruppe C2. Die kleine Schwesterserie der bekannten Gruppe C unterschied sich hauptsächlich durch das niedrigere Verbrauchslimit für die Renndistanz, so dass die C2-Fahrzeuge mit kleineren Motoren, ungefähr halber Leistung, aber auch viel weniger Gewicht unterwegs sind. Zum Einsatz kommt ein bunter Mix aus mittelgroßen Saugmotoren um die 3 Liter Hubraum, kleinen Turbo-Aggregaten und dem allgegenwärtigen Mazda 13B-Wankelmotor. Da die Autos fast genauso viel Grip und Abtrieb entwickeln wie die großen C1-Boliden, lassen sie sich sehr angenehm und beherrschbar fahren, was speziell auf kurvigeren Strecken von Vorteil ist. Für Mid Ohio ist das perfekt. Der schon im Jahr 1962 eröffnete Kurs zählt zu den bekannteren Austragungsorten der USA und wird durch eine enge, kurvige zweite Streckenhälfte charakterisiert, in der eine Kuppe und Senke auf die Nächste folgt. Im Kontrast dazu stehen 3 schnelle Vollgaspassagen, die den Anfang der Runde ausmachen. Diese Zweiteilung der Strecke macht die Aerodynamik-Abstimmung der Fahrzeuge sehr interessant. Setzt man auf viel Abtrieb, um das Fehlerrisiko zu minimieren, oder stellt man die Flügel flach, um auf den langen geraden gut überholen zu können? Die vier – diesmal übrigens bei Sonnenuntergang ausgetragenen – Läufe können also sehr spannend werden.
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