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Spanien ist den Debütanten wohlgesonnen. Mike Horn siegt in Jerez.

Der 8. Wertungslauf der GT Pro Series im spanischen Jerez sah eine bunt gemischte Startaufstellung. Neuling Mike Horn hatte sich und der Black Hawk Racing-Mannschaft mit einer überragenden Runde und auch dank des Gewichtsvorteils die Pole gesichert. Mit 0,666 sek. Rückstand komplettierte Leichtgewicht Mark Oliver Thiel im Aston Martin die erste Startreihe. Auch in Reihe 2 fanden sich eine Corvette und ein englisches Fabrikat wieder, bestehend aus dem Tabellenzweiten Alex Bräutigam nebst Marco Dohmen. Der Meisterschaftsführende Markus Walter nahm den 8. Lauf von P9 aus in Angriff.

Beim Rennstart ging es der Debütant Mike Horn etwas verhalten an und lies Mark Oliver Thiel auf der Aussenbahn den Vortritt. Die Fahrer der nachfolgenden Startreihen kamen ebenfalls gut durch die ersten Ecken. Allerdings hatte Turn 1 im Mittelfeld, um Pos. 15 herum, für etwas Chaos gesorgt. Dort fanden sich der ehemalige Tabellenführer Patrick Baaden und Ronny Strohm im Kiesbett wieder. Marcus Gerzack, ebenfalls Leidtragender der Startkollision, verlor zunächst zwar nur wenige Plätze, hatte aber mit einem Schaden im Heckbereich seines Elfers zu kämpfen und wurde in Folge dessen weit zurückgeworfen.
Sofort setzen sich Thiel und Horn an der Spitze 3 sek. von Dohmen ab. Mit diesem Abstand ging es einige Runden um den Kurs. In Turn 6 der 10. Runde wechselte die Führung. Thiel fuhr ausgangs der Haarnadel kurz über die Streckenbegrenzung hinaus, velor den Schwung und schon war Mike Horn vorbei. Auf den Verfolgerplätze blieben die Positionen zunächst unverändert. Wie nach dem Start befanden sich auf den Plätzen 3, 4, 5 und 6 weiterhin Marco Dohmen, Felix Heinen, Alex Bräutigam und Christoph Plattner. Kaum geschrieben, schon wieder Makulatur: Plattner tauschte nach einem Verbremser in Runde 12 die Position mit dem Green Flashes-Ferrari von Lars Nowack. Es war zu beobachten, dass Mike Horn nach der geschenkten Führung immer mehr das Weite suchte und sich nun vom Rest des Feldes absetzte. Fast eine Sekunde brummte er seinen Hintermännern pro Runde auf. Fern ab der TV-Kameras reichte Heinen kurz vor der Halbzeit ein kleiner Rutscher Dohmens um sich auf Rang 3 zu schieben. Sekunden später eröffnete Mark Oliver Thiel die Serie der Boxenstops. Schon fand sich Felix Heinen auf der 2. Position wieder. Ausnahmsweise war der Circuito de Jerez mal einer der Kurse, auf dem viele Fahrer ihre Reifen wechseln ließen. Die Stops zogen sich ungefähr von Runde 20 bis Runde 36, was erneut zeigt, dass in der GT Pro Series eine Vielzahl von Variatonen im Bereich der Strategie möglich ist. Wärend dieser langen Phase drehte die erweiterte Spitze ihre Runden ohne Zwischenfälle und so ergab sich ein bekanntes Bild nachdem auch der Letzte seinen Besuch bei der Pitcrew absolviert hatte.

Alle Top5-Fahrer ohne Reifenwechsel

Horn nun noch deutlicher in Führung. 15 sek. dahinter lag Heinen mit 5 sek. Luft auf Dohmen; auf den Rängen 4, 5 und 6 einigermaßen in Schlagdistanz Bräutigam, Nowack und Walter. Platz 6 ging noch kurz vor knapp an die Moskito Racing-Corvette mit Christoph Plattner. Ansonsten blieb vorne alles unverändert.

Der Debütant Mike Horn siegt souverän und verdient für Black Hawk Racing in Jerez. Felix Heinen steigt nach Adelaide und Suzuka zum 3. Mal diese Saison auf den 2. Podiumsplatz und nach vielen Enttäuschungen in dieser Saison belegt Marco Dohmen Platz 3.

Europa ist Geschichte, die letzten 4 Rennen werden alle samt in den USA ausgetragen. Nach der Premiere in Saison 5 erwartet die Teilnehmer der GT Pro Series am 01.11.2016 nun noch einmal der Mid-Ohio Sports Car Course.



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