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Alex Bräutigam trotzt dem Wetter in Alabama und siegt.

Die Regenwahrscheinlichkeit war hoch für das vorletzte Rennen der laufenden GT Pro Series. Im Training wechselten sich Sonne und Bewölkung 40 Minuten lang ab und dann ging’s los. Nahezu ohne ein vorheriges Regentraining öffnete der Himmel über dem Barber Motorsports Park in Alabama seine Schleusen und die Eingewöhnungszeit war knapp. Doch noch vor Ablauf der Trainingssession hörte der Regen wieder auf.

Folglich startete die Qualifikation auf einer ziemlich nassen Strecke. Allerdings bestand Möglichkeit, dass die 18 Teilnehmer die Strecke immer weiter trocken fahren könnten, wenn das Wetter sich nun hielte. So kam es dann auch. Ohne neuen Regen von oben bildete sich im Laufe der Session eine immer trockener werdende Ideallinie und die Zeiten überschlugen sich. Die erste Zeit in der Qualifikation lag noch bei 1:29 min, die spätere Pole-Zeit ganze 5 sek. darunter. Genau diese Pole-Zeit kam von Marco Dohmen, der als einer der letzten Fahrer seine beste Runde um den Kurs brachte. In der Startaufstellung neben bzw. inter ihn gesellten sich die Black Hawk Racing-Piloten James Duku und der Meisterschaftsanwärter Alex Bräutigam. Dessen ärgester Titelkonkurrent und Teamkollege Markus Walter brachte es nur auf Startplatz 9.

Für den Rennstart war großes Raten angesagt. Welche Reifen wären wohl die beste Wahl? Ganz einig war man sich in der Startaufstellung offensichtlich nicht, denn von Intermediates über harte bis hin zu mittleren Slicks waren 3 Mischungen vertreten. Vor allem lag die Aufteilung zwischen Trocken- und Nassbereifung fast bei 50:50. Ohne Probleme und ohne großer Verschiebungen ging es für das Feld auf die Reise. Während sich die verschiedenen Reifenmischungen unter den aktuellen Bedingungen als vorerst gleich schnell erwiesen, bildeten sich erste Grüppchen und Lücken. Nach 10 Runden sah man Alex Bräutigam noch immer ganz dicht hinter dem Team Kappeler Simracing I-Fahrer Marco Dohmen. Es folgten mit knappem Abstand Markus Frühauf und Mark Oliver Thiel. Mittlerweile waren auf der weiter abtrocknenden Strecke immer wieder ein paar Ausrutscher zu sehen. Manch einer wollte wohl etwas mehr, als die Strecke hergab. In Runde 13 wechselte die Führung. Dohmen fiel nach 2 aufeinander folgenden Drehern auf Rang 6 zurück, aber es ging unbeschadet weiter. Kurz darauf, zwischen Runden 15 und 20 folgte, was vorherzusehen war. Die Intermediate-bereiften Fahrer wechselten auf einen Satz Slicks. Einerseits wurden die Inters schon zu heiß, andererseits waren neue Trockenreifen schon bis zu anderthalb Sekunden schneller. Mit einem bunt gemischten Klassement ging es weiter durch den Barber Motorsports Park, wohl wissend, dauss auch die Piloten auf Slicks später noch würden nachtanken müssen. Lange sahen die Zuschauer Silvio Striegler in Front, grob 23 sek. vor Gerzack und Bräutigam. Kaum hatte Striegler seinen Tankstop absolviert und sich auf P3 wieder eingereiht, ging auch fast schon Bräutigam an Gerzack nach einem Ausritt vorbei. Für Marcus Gerzack folgten ebenfalls noch der Stop, aber auch weitere Ausritte. Für ihn schlußendlich Rang 10. Während Alex Bräutigam seine Runden in Führung abspulte, folgte ihm Silvio Striegler mit beruhigendem Abstand mittlerweile auf Rang 2. Nach dem letzten, planmäßigen Boxenbesuch des Rennen hatte sich Markus Frühauf als Drittplatzierter herauskristallisiert.

Unverändert sah die Spitze die Zielflagge. Alex Bräutigam gewann den 11. Wertungslauf der GT Pro Series vor Silvio Striegler und Markus Frühauf. Markus Walter schaffte es noch vor bis auf die 5. Position.

Bräutigam hat den Titel zum Greifen nah.

Für das letzte Rennen auf der Road America am 13.12.2016 bedeuted dies, Alex Bräutigam kann sich nur noch selbst schlagen. Dank seines Streichergebnisses ist ihm der Meistertitel nur noch dann zu nehmen, wenn Markus Walter gewinnt und Bräutigam selbst am Ende des Feldes oder gar nicht ankommt und sich gleichzeitig auch noch eine dicke Strafe für einen verschuldeten Unfall einhandelt.
Aber noch darf nicht gratuliert werden, die GT Pro Series hat schon so manches Kuriosum gesehen.



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