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PCars Legends – Siegerehrung der Saison 1

Nach sieben spannenden Rennabenden geht die erste PCars-Legends-Saison zu Ende. Wir haben die historischen Tourenwagen bei Wind und Wetter, bei Tag und Nacht über die Rennstrecken dieser Welt geprügelt. Schauen wir, wer dabei die meisten Punkte sammeln konnte.

Fahrerwertung

Bis zum letzten Rennen sah es aufgrund eines unglücklichen Disconnects in Bathurst nicht danach aus, aber mit seinem enorm wichtigen Sieg in Le Mans konnte Jochen Richter das Ringen um die Tabellenführung zu seinen Gunsten kippen. Ohne Beleuchtung pilotierte er seinen giftgrünen Ford Mustang durch die völlige Dunkelheit – Wahnsinn, der sich auszahlte. In Kombination mit zahlreichen anderen Podestplatzierungen, darunter auch ein Sieg in Donington Park, erzielte er beeindruckende 312,7 Gesamtpunkte. Somit holt er sich, mehr als verdient, den Meisterschaftssieg. Herzlichen Glückwunsch!

Nur rund 6,6 Punkte dahinter beendet Oliver Kilian die Saison. Von einigen Rennen mit dem Nissan 240Z abgesehen war er hauptsächlich auf dem riesigen Mercedes 300SEL unterwegs, dem hubraumstärksten, aber auch mit großem Abstand schwersten Fahrzeug im Feld. Die damit einhergehende Trägheit erwies sich gerade bei viel Wasser auf der Strecke durchaus nicht als Nachteil, weshalb er auch mit dem Sieg im Regenrennen von Rouen-les-Essarts sein bestes Saisonergebnis einfuhr. Gratulation zu 306,08 Punkten und Platz 2.

Komplettiert wird das Podest durch Frank Schuster. Mit dem legendären Sunoco-Camaro und einem wunderschönen Ferrari 365 GTB war er virtuos unterwegs, erzielte unter allen Fahrern die meisten Rennsiege und galt bis zum Finalrennen als klarer Favorit. Auch in Le Mans war er bis zu einem schweren Unfall, der ihn zum Aufgeben zwang, klar auf Siegeskurs. Trotz dieses Pechs konnte er sich mit 271,8 Punkten auf dem dritten Gesamtrang halten. Hut ab, Frank – hervorragend gefahren!

Ganz in seinem Element war in dieser Serie Michel „Socke“ Groteclaes, der seinen schwerfälligen Mercedes 300 SEL ruhig und mit enormem Durchhaltewillen pilotierte und somit als einer von ganz wenigen Piloten in jedem einzelnen Rennen das Ziel sah. Diese Konstanz erwies sich gerade mit seinem nicht gerade als Siegerfahrzeug geltenden Wagen als wichtiger als bloße Geschwindigkeit. So konnte er auch ohne Podestplatzierungen stolze 267,51 Punkte einfahren, womit er das Podium nur ganz knapp verfehlt. Herzlichen Glückwunsch zu Platz 4, Socke!

Ebenfalls sehr konstant war Bernhard Jansen unterwegs. Mit den schweren, drehmomentstarken Chevy Camaro und dem kleinen, wendigen, extrem hochdrehenden BMW 2002 trat er mit zwei Wagen an, die kaum unterschiedlicher hätten sein können. Den Umstieg zwischen den beiden Fabrikaten meisterte er problemlos, sah mit einer Ausnahme, bei der ihn in Bathurst technische Probleme aus dem Rennen nahmen, in jedem Lauf das Ziel – und tat dies auch noch regelmäßig unter den Top 5. Die resultierenden 265,17 Punkte und Gesamtrang 5 sind wohlverdient – Gratulation!

Meisterschaftsplatz 6 geht an Jürgen Dost, der mit dem Mercedes 300 SEL und dem BMW 2002 ebenfalls zwei äußerst gegensätzliche Fabrikate wählte, was ihn jedoch nicht davon abhielt, zahlreiche gute Mittelfeldplatzierungen und beachtliche 252,83 Punkte einzufahren. Auch hier war das Chaos-Rennen von Bathurst das Einzige, welches er nicht beenden konnte. Besonders beeindruckend ist dieses gute Ergebnis vor dem Hintergrund, dass er parallel den Löwenanteil der Organisation dieser Serie stemmte und ihm somit vermutlich … etwas … weniger Zeit als den meisten anderen Piloten zum trainieren blieb. Dafür, lieber Jürgen, vielen Dank – und Hut ab!

Auf Platz 7 beendet Gert Ackermann die Meisterschaft. Den BMW 2002 kombinierte er mit dem leistungsstärkeren Mustang – beide, wie man es von ihm seit unzähligen Jahren nicht anders kennt, im knalligen „Bienchen“-Gelb. Ob es die gewohnte Rennfarbe war, die ihm zu zahlreichen Top 10 – Platzierungen, 241,01 Punkten und einer sensationellen Zieleinlaufquote von 100% verhalf, bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass er auf dieses hervorragende Ergebnis durchaus stolz sein kann. Herzlichen Glückwunsch.

Platz 8 geht an Leo Kuhn. Wenig überraschend konnte der bekennende Chevy-Fan der Versuchung nicht wiederstehen, und brachte den Trans Am – Camaro an den Start, um den einen oder anderen Mustang das Fürchten zu lehren. Der Ferrari als Zweitwagen wurde wohl ursprünglich nur zähneknirschend wegen seiner beim Camaro fehlenden Frontscheinwerfer akzeptiert, schnell stellte sich jedoch heraus, dass Leo auch auf diesem äußerst zügig unterwegs sein konnte. 220,22 Punkte belegen dies – Gratulation!

Mit 195,52 Punkten auf Platz 9 beendet Gunter Schach die Saison. Neben dem allseits beliebten BMW 2002 brachte er einen markanten, weinroten Ferrari an den Start und war mit diesem regelmäßig im vorderen Mittelfeld anzutreffen. Sein bestes Ergebnis konnte er mit einem fünften Platz in Donington Park erzielen, und nur sein geradezu legendäres Pech beim Start des Finalrennens in Le Mans verhinderte eine noch bessere Gesamtposition. Herzlichen Glückwunsch.

Komplettiert werden die Top 10 von Marcel Schümmer, der die Meisterschaft mit 194 Punkten nur um einen Hauch hinter Gunter abschließt. Seinen wunderschönen Ford Mustang kombinierte er mit einem weiteren BMW 2002, war aber – wenig überraschend – hauptsächlich auf dem Ford zu sehen. Den V8-Boliden bewegte er mit beeindruckender Geschwindigkeit, was sich unter anderem in zwei dritten Plätzen in Bathurst und Le Mans niederschlug. Lediglich sein verspäteter Einstieg in die Meisterschaft verhinderte, dass es für ihn ganz weit nach vorne ging. Hut ab, Marcel!

Das waren die Top 10 – und wie immer ist es leider so, dass wir die detaillierte Siegerehrung hier abbrechen müssen, um das Ganze in vertretbarem Rahmen zu halten. Weiter geht es nun in Listenform, was aber keineswegs zu dem Trugschluss führen sollte, dass die nun folgenden Fahrer als bloße Statisten unterwegs waren – ganz im Gegenteil. Nicht wenige von ihnen mischten zu diversen Gelegenheiten um die Spitze mit und verfehlten die Top 10 nur durch etwas zu unregelmäßige Teilnahme oder einen späten Einstieg in die Serie. Eine gewaltige Bereicherung für das Fahrerfeld waren sie dennoch alle, ohne Ausnahme – und deshalb bleibt uns nur zu sagen: danke, dass ihr dabei wart!

Hier also die weiteren Platzierungen:

11. Günther Jahn – 186,56 Punkte
12. Michael Flüß – 177,26 Punkte
13. Peter Kilian – 112,32 Punkte
14. Alexander Schleicher – 93,28 Punkte
15. Sebastian Gerhart – 87,36 Punkte
16. Frank Eyrainer – 84,24 Punkte
17. Dominik Pieper – 63,32 Punkte
18. Ralf Bauer – 50,58 Punkte
19. Mike Roller – 44,8 Punkte
20. Michael Schaefer – 29,16 Punkte

Nochmals Gratulation an alle Piloten!

Machen wir nun weiter mit der …

Teamwertung

Nicht selten ist es ja leider so, dass die Teamwertung einer Serie schon lange vor Saisonende entschieden wird und an Spannung etwas hinter der Fahrerwertung zurückbleibt. Hier ist es nicht so. Bis zum letzten Rennen hatten noch mehrere Teams Chancen auf den Gesamtsieg, und das Endergebnis kann durchaus als Überraschung gelten.

Mit satten 520,34 Punkten sichern sich Michel Groteclaes und Jürgen Dost, die unter dem distinguierten Teamnamen Wackeldackel antraten, den Gesamtsieg. Wenn man das den Beiden zu Saisonbeginn erzählt hätte, hätten sie es möglicherweise selbst nicht geglaubt, umso größer dürfte die Freude jetzt sein. Ich freue mich ganz besonders, das hier somit nicht ein weiteres mal nur die gewohnten Gesichter ganz oben stehen, und gratuliere euch zum wohlverdienten Titel. Klasse!

Nicht weit dahinter, mit 506,7 Punkten sogar noch in absoluter Schlagdistanz, landet mit SchüRi Motorsport das Traditionsteam von Jochen Richter und Marcel Schümmer. Mit einer Kombination aus gleich zwei brandschnellen Fahrern sammelten die beiden massenhaft Punkte, und wäre Marcel nicht erst zur Saisonhälfte in die Serie eingestiegen, hätten sie Socke & Jürgen vermutlich in arge Bedrängnis bringen können. In den kommenden Saisons heißt es für die Konkurrenz also „warm anziehen“! Herzzlichen Glückwunsch zu Platz 2.

Komplettiert wird das Treppchen von einem weiteren, altehrwürdigen Team. Brakesman Racing wurde diesmal durch Frank Schuster und Leo Kuhn vertreten und war durch deren hervorragende Performance über die ganze Saison hinweg einer der heißesten Titelkandidaten. Lediglich das für die Beiden etwas verkorkste Le Mans Rennen besieglte am Ende den dritten Platz, immer noch mit stolzen 492,02 Punkten wohlgemerkt. Gratulation dazu!

Mit 451,73 Punkten landen Bernhard Jansen und Günther Jahn – unter dem Teamnamen Double JJ Racing am Start – auf dem vierten Platz. Auch dieses Team war gerade in der ersten Saisonhälfte einer der absoluten Favoriten, und währe Günthers Teilname in den letzten Rennen nicht etwas unregelmäßig geworden, hätten sie womöglich nach dem Sieg greifen können. Super gefahren, herzlichen Glückwunsch!

Auf Platz 5 landet mit 418,4 Punkten das Kili-Team, bestehend aus Peter und Oliver Kilian. Traditionell ist das Sommerhalbjahr speziell für Peter mit nur unregelmäßigen Teilnahmemöglichkeiten verbunden, weswegen er diesmal in nur vier Rennen antreten konnte. Im Winter ändert sich dies, so dass es für die beiden dann auch weiter nach vorne gehen könnte. Warten wir es ab.

Platz 6 geht mit 372,78 Punkten an das Schüß Racing Team von Gunter Schach und Michael Flüß. Auch hier wirkten sich nach einem starken Saisonstart mehrere Nullrunden am Ende der Saison negativ auf das Punktekonto der Beiden aus. Umso beeindruckender, dass sie sich bis zuletzt noch in Schlagdistanz auf Platz 5 befanden. Gratulation!

Auf Platz 7 komplettiert das mittlerweile ikonische Killerbee Racing Team, für das Teamchef Gert Ackermann diesmal Mike Roller als zweiten Fahrer gewinnen konnte, die Teamwertung. Mike, wohl einer der vielbeschäftigtsten Admins der SRU, konnte leider nur in zwei Rennen Punkte einfahren, so dass Gert den Löwenanteil der 285,81 Teampunkte stemmen musste. Dennoch – oder gerade deshalb – ist es ein durchaus beachtliches Ergebnis,und ich denke, dass die Beiden getreu dem olympischen Gedanken dennoch ihren Spaß hatten. Herzlichen Glückwunsch auch an euch!

Tja, und damit sind wir auch schon am Ende der Siegerehrung, und am Ende der Saison angelangt. Uns Admins hat in dieser ersten Saison ganz besonders das knallbunte Fahrerfeld mit seiner enormen Leistungsdichte, sowie die allgemeine Fairnis in dieser Serie gefallen. Wenig verwunderich also, dass uns das Ganze Lust auf mehr gemacht hat. Und wir meinen „mehr“. Nicht nur sind wir fest entschlossen, noch in diesem Jahr in eine zweite, hoffentlich noch bessere Saison mit den Vintage Touring Cars zu starten, nein, wir arbeitenauch schon an einer äußerst spektakulären Zweitserie, die hier an den jeweils anderen Freitagen stattfinden wird. Wer vom historischen Rennfieber also ebenso gepackt wurde wie wir, wird hier jede Woche tolle Rennen auf PCars-Basis fahren können. Die Infos zu den zukünftigen Serien erhaltet ihr innerhalb der nächsten Wochen im PCars-Legends Forum. Merkt euch aber schon jetzt den Freitag, den 27.10.  vor – denn dort wird ein überaus wichtiges Testrennen stattfinden, in dem wir auf rege Beteiligung von interessierten Fahrern hoffen.

Wir bedanken uns bei allen Fahrern für ihe Teilnahme und hoffen, euch in der kommenden Saison wieder am Start begrüßen zu dürfen.

Bis dahin!

Eure Admins

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