Wir bleiben in Nordamerika, begeben uns aber nach Kalifornien, auf den historischen Rundkurs von Vaca Valley. Die in den späten 50er Jahren eröffnete Strecke hatte leider nur ein sehr kurzes Leben und wurde schon 1972 wieder geschlossen, überzeugt aber mit einem hochinteressanten Layout, das einen Mix aus Oval und traditionellem Rundkurs darstellt. Nach der sehr langen Startgeraden und darauf folgenden Steilkurve geht es in ein flüssiges Geschlängel außerhalb der Ovalsektion, welches letztendlich mit einer Haarnadelkurve wieder auf Start-/Ziel führt. Die Strecke ist einprägsam, aber insbesondere durch ihre durch Kurven führenden Bremspunkte durchaus herausfordernd. Für die in dieser Woche gefahrenen Autos ist ihr schneller Charakter optimal: wir nehmen uns die ganz kleinen, historischen Sportprototypen der 60er und 70er Jahre mit maximal 1,6 Litern Hubraum vor und bringen das bekannte Feld aufs 6 Fahrzeugen an den Start. Klassiker wie der offene, federleichte Lotus 23 treffen auf Aerodynamische Skurrilitäten wie den CD SP 66 mit seinen zwei Heckleitwerken, oder den unglaublich flachen Piper GTR mit seinem zwischen den Vorderrädern eingelassenen Frontflügel. Dazwischen tummeln sich mit Daihatsu P-5 und Isuzu R6 zwei japanische Rennlegenden, die ihr etwas gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten durch sehr leistungsstarke Motoren ausgleichen. Für die Driftfreunde gibt es mit der Jidé 1600, die ihre deutliche Anlehnung an den Ford GT40 nicht verstecken kann, noch ein Fahrzeug, das vor allem auf den Rallyepisten der frühen 70er erfolgreich war – im Asphalttrimm aber ebenfalls einen sehr ernstzunehmenden Gegner darstellt. Wir können uns auf vier spannende Rennen und interessante Windschattenschlachten freuen.
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.