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AC Historic Friday | Posadas | Vintage Prototype < 1600 ccm | 03.04.2026

In dieser Woche bleiben wir in Südamerika, allerdings verschlägt es uns von Uruguay in den äußersten Nordosten Argentiniens, in die Nähe der Stadt Posadas. Das Autódromo Rosamonte wurde im Jahr 1980 als relativ kleine Strecke für lokale Rennserien eröffnet, durch das Hinzufügen einer weiteren Schleife im Jahr 2007 jedoch zu einem überregional bedeutenden und richtig schnellen Kurs. Dafür sorgen die nun immerhin vier sehr langen Geraden, die zusammen einen Großteil der 4,4 km langen Runde ausmachen. Kombiniert mit sehr anspruchsvollen Geschlängeln und wunderbar in die hügelige Landschaft integriert ergibt sich ein Kurs, der mit fast allen Arten von Autos Spaß macht. Und dort wird es diesmal federleicht. Wir bringen die historischen Prototypen bis 1600 ccm an den Start – winzige und zum Teil sehr skurrile Fahrzeuge, die ihren Speed über hohe Kurvenausgangsgeschwindigkeiten, ausgeflippte Aerodynamik und späte bis ausbleibende Bremspunkte holen. Zur Auswahl stehen 6 Fabrikate, ausnahmslos mit Mittelmotor-Vierzylinder, aber damit hören die Gemeinsamkeiten auf. Während der nicht einmal 400 kg wiegende Lotus 23 mit sehr gutmütigem, wenn auch etwas schwammigen Fahrverhalten punktet und quasi im permanenten, leichten Slide gefahren werden will, ist der unglaublich flache Piper GTR ein regelrechtes Präzisionsinstrument mit formelartig schmalem Grenzbereich. Der Daihatsu P-5 mit seinem etwas knorrig klingenden, aber extrem leistungsstarken Motor beschleunigt hervorragend, zeigt aber leicht untersteuernde Tendenzen. Demgegenüber steht der wunderschöne Isuzu R6, der zwar ebenfalls mit sattem Durchzug und dazu mit ordentlich Grip punktet, aber Auf Fahrwerksseite nichts für schwache Nerven ist. Wesentlich einsteigerfreundlicher ist da der für Le Mans gebaute Peugeot-CD SP 66 mit seinen riesigen Heckflossen, der zwar mangels Hubraum überhaupt keinen Durchzug hat, aber enorme Spitzengeschwindigkeiten erreichen kann und dabei sehr stabil bleibt. Ganz anders verhält sich da die optisch an den Ford GT40 angelehnte, aber eher für den Rallyesport konzipierte Jidé 1600 S, die mit ihrem Drehmomentstarken Gordini-Motor und einem extrem driftfreudigen Fahrverhalten ein reines Spaßmobil ist. Es wird spannend zu sehen, welcher Wagen hier die Nase vorne hat!

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