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Kontaktsport auf 2,3 Kilometern! – die Touring Classics live vom Norisring

Zum dritten Rennabend der Touring Classics – Saison 2018 wird es kuschelig. Mit satten 28 gemeldeten Fahrern begeben wir uns auf den winzigen Norisring. Mit gerade einmal 8 Kurven, von denen wiederum nur 5 wirklich spürbar sind, und auf nur 2,3 Kilometern Streckenlänge gibt es auf dem Nürnberger Traditionskurs absolut keine Möglichkeit für das Feld, sich zu zerstreuen.

Zwar ist die Streckenbreite hoch, doch da statt komfortabler Auslaufzonen nur unbarmherzige Leitplanken warten, bleibt keinerlei Raum für Fahrfehler. Besonders kritisch ist das vor den beiden Haarnadelkurven, die aus sehr hoher Geschwindigkeit angebremst werden. Die schiere Vielfalt der Fahrzeugkonzepte in dieser Serie bedingt extrem unterschiedliche Bremspunkte: wo der 1,4 Tonnen schwere Nissan bereits den Notanker werfen muss, schaltet ein federleichter BMW M3 noch einmal hoch. Das wiederum birgt die Gefahr gefährlicher Missverständnisse, so dass hier von allen Piloten größte Umsicht gefragt ist, wenn sie ins Ziel kommen wollen.

Bremsen hin oder her, tendenzell bevorteilt der Norisring die leistungsstarken Wagen. Aus den Ecken heraus wird für geraume Zeit voll durchbeschleunigt, und mit genug Hubraum oder gar einem Turbo unter der Haube lassen sich hier gleich mehrere Wagenlängen gut machen. Neben guten Rundenzeiten hat dies vor allem einen enormen Vorteil in Zweikämpfen zur Folge, denn auf der Bremse kann man hier nur mit einer gewissen Portion Wahnsinn attackieren.

Das Rennformat wird das Feld wild durcheinanderwürfeln!

Dennoch ist das Rennergebnis noch lange nicht ausgemacht. Auf dem Norisring sorgt das außergewöhnliche Rennformat für die nötige Würze.
Nach einem unglaublich kurzen Qualifying von nur 3 Minuten – auf dem Norisring erlaubt dies immerhin zwei gezeitete Runden – geht es in ein kurzes, intensives Sprintrennen über 15 Minuten. Hier wird die Zeit kaum reichen, um eine missglückte Qualirunde und somit eine schlechte Startposition auszubügeln. All jene, die in diesem ersten Lauf nicht so gut wie erhofft abschneiden, bekommen jedoch unverzüglich eine zweite Chance: direkt nach Rennen 1 geht es weiter mit einem 45-minütigen Mittelstreckenrennen. Eine extra Qualifikation gibt es nicht, hier wird in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs aus Rennen 1 gestartet – über alle Positionen hinweg! Der vorherige Sieger muss also vom letzten Platz starten, während der Träger der roten Laterne aus Rennen 1 nun von der Pole aus in den Lauf 2 startet. Für die Zuschauer wird dies ein außergewöhnliches Spektakel, und wir können mehr als gespannt sein, ob es den Spitzenfahrern gelingt, wieder bis ganz an die Spitze vorzufahren. Das Einschalten lohnt sich in jedem Fall!
Wie gewohnt übernimmt auch diesmal unser Stammkommentator Sebastian Gerhart die Moderation.


Link zum Stream: youtube.com/c/SimracingUnited/live
Moderator: Sebastian Gerhart
Streamstart: 15.06.2018, ca. 20:15 Uhr


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