SRU Masters | Siegerehrung Saison 3

Wir starten mit den taufischen TCR Fahrzeugen in eine neue Saison!

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Mike Roller
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SRU Masters | Siegerehrung Saison 3

Beitrag von Mike Roller » 14. März 2020, 20:12:13

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Die dritte Saison der SRU Masters liegt hinter uns. Zehn spannende Rennabende liegen ebenfalls hinter uns. Die Boliden der WTCR 2018 und 2019, die als Fahrzeugbasis dienten, stehen leise tickernd in den Boxen. Die Mechaniker fegen die Boxen, erste Kisten mit Ersatzteilen werden verladen, Ziel Stammwerk. Der quirlige Cupra TCR. Der zickige Alfa Romeo Giulietta TCR. Der seriöse Audi RS 3 LMS. Der krawallige Honda Civic TCR. Der unscheinbare Hyundai i30 TCR. Der bodenständige Volkswagen Golf GTi TCR. Der exotische Lynk & Co 03 TCR. Oder der frankophile 2018er Peugeot 308 TCR.
Einige dieser Wagen erfreuten sich größerer Beliebtheit, einige führten eher ein Schattendasein. Aber eins haben sie alle gemeinsam gehabt: Sie haben geile Rennen geboten!


Aber auch die Strecken waren nicht ohne in dieser dritten Saison der SRU Masters:

Slovakia Ring: Das waren 2 Läufe, die es in sich hatten. Der doch recht kurvige Kurs mit einigen fiesen Ecken verlangte den Fahrern gleich zu Saisonbeginn alles ab. Beide Rennen gewann Michael Bräutigam.

Mantorp Park: Ein richtig fieseliger Streckenverlauf. Drei Rennen, drei Sieger: Michael Bräutigam, Johannes Simon, Sandor Hevesi. Das sagt doch alles.

Bathurst: Die australische Mini-Nordschleife war der nächste Kracher im Rennkalender. Wegen der Streckenlänge zwei Durchgänge. Beide entschied wieder Michael Bräutigam für sich.

Macau: Tja, Macau. Stadtkurs. Eng. Sehr eng. Kernschrott. Verzweiflung. Tränen. Und kein Michael Bräutigam am Start. Wieder drei verschiedene Sieger: Johannes Simon. Michael Hartmann.

Die Nordschleife. Zwei Rennen auf diesem langen, legendären Stück Renngeschichte. Zweimal siegt Michael Bräutigam.

Der Sachsenring. Eine völlig andere Art von Strecke, die in ebenfalls 2 Rennen befahren wurde. Wieder siegt zweimal Michael Bräutigam. Es drohte einseitig zu werden.

Paul Ricard. Der französische Retortenkurs besticht durch zwei Dinge: Er ist sicher. Er ist zumeist bei den Fahrern unbeliebt. Wir sind ihn trotzdem gefahren, jedes der drei rennen mit einem anderen Sieger: Johannes Simon. Ron Gerrits. Sandor Hevesi. By the way….Michael Bräutigam war nicht dabei.

Most. Ein Kleiner, unangenehmer, aber beliebter Kurs, dessen drei Rennen durch Johannes Simon entschieden wurden. Knabberte da einer an Bräutigams Thron?

Laguna Seca. Der amerikanische Kurs besticht durch eine legendäre Kurvenkombination, die Corkscrew. Ist anspruchsvoll zu fahren, da es hier vor allem auf Konzentration ankommt. Es siegen Johannes Simon, Pascal Berninger, Michael Bräutigam. Die Saison gewann an Spannung.

Sonoma: Wieder Amerika, wo wir eh schon mal da waren. Außerdem hat Greta Thunberg so böse geguckt. Drei Rennen, das erste geht an Michael Bräutigam, das zweite an Johannes Simon, das dritte wieder an Bräutigam. Ein Zweikampf um die Spitze?

Suzuka. Der erste der beiden Kurse, welche die Fahrer voten durften. Ein Klassiker. Lang, schnell, unberechenbar. Sieg 1 von 3 geht an Michael Bräutigam. Aber dann: Sieg 2 an Johannes Simon. Sieg 3 an Sebastian Rosenhahn. Oha!

Road America. Das Finale. Ein sehr schneller Kurs mit langen Geraden und flotten Kurven. Johannes Simon sichert sich den ersten Sieg des Abends. Andre Mittelberg den zweiten Sieg. Und ja, Michael Bräutigam den letzten Sieg der Saison. Qualität verpflichtet.

Die finale Wertung der Fahrer:

Jetzt könnte man ja denken, der Bräutigam hat das Ding natürlich im Sack. Wäre ja die logische Konsequenz.

Ist sie auch.

1. Michael Bräutigam. 945 Punkte netto. 14 Siege. 6 zweite Plätze. Da gab es für die Konkurrenz wenig zu holen. Gratulation!!!
2. Johannes Simon. Der Teamkollege konnte die Sache bis zum Ende spannend halten. 925 Punkte. 8 Siege. 10 zweite Plätze plus weitere Podiumsplätze. Das war eng. Respekt.
3. Ron Gerrits. Der Fahrer, der brutto mit 1022 Punkten das Ding gewonnen hätte, aber abzüglich Streichergebnisse bleiben 850 Punkte. Soviel zu seiner Leistung: 1 Sieg. 2 zweite Plätze. Aber immer in den Top Ten, soweit die Technik hielt. Sieger der Herzen!
4. Silvio Striegler. Mit 779 Punkten schon etwas weiter von der Spitze weg, aber immer sehr konstant in den Punkten, fleißig und effektiv. Applaus.
5. Pascal Berninger. 1 Sieg auf dem Konto, dazu zum Ende hin immer weiter vorn dabei. 748 Punkte, da fehlte nicht viel.
6. Dieter Cerha. Meist eher unauffällig unterwegs, hat eher subtil und beiläufig 703 Punkte erfahren. So geht das auch!
7. Andre Mittelberg. 701 Punkte, hat sozusagen an Dieters Auspuff geschnuppert. Ein Sieg und weitere Podiumsplatzierungen rechtfertigen dieses Ergebnis. Sehr ausbaufähig.
8. Sebastian Rosenhahn. Der Macher dieser Serie fuhr nicht nur, er hielt auch diese Serie am Laufen und Leben. Dann 693 Punkte einzufahren, das muß man erstmal machen.
9. Sebastian Kühn. 647 Punkte. Sehr konstant gepunktet, da fehlte oft das nötige Glück. Aber Top Ten, das ist Spitze!
10. Sebastian Senkbeil. Eine Saison mit Höhen und Tiefen. 613,5 Punkte. Die Erwartungen waren sicher höher. Aber die Perspektive ist positiv, da geht noch was.
11. Robert Kruppert. Der Senior des Simracing warf seine ganze Erfahrung in die Waagschale und knabberte an den Top 10 – mit 601 Punkten sogar sehr knapp. Klasse.
12. Michael Hartmann. 536 Punkte. Die erste Saisonhälfte gut im Mittefeld, dann leider ausgestiegen. Da wäre noch einiges drin gewesen.
13. Malte Schneider. Auch 536 Punkte. Gleiches wie Hartmann. Schade.
14. Davy Wilms. War immer gut dabei im Mittelfeld, 523 Punkte, machte sich aber auch zum Ende hin rarer. Top Ten wäre drin gewesen.
15. Veit Vogel. Auch immer bissl der Pechvogel. Soviel Beulen bekam kaum ein Wagen ab, ob selbst- oder fremdverschuldet – er hatte das Pech am Hacken. Trotzdem 466 Punkte.
16. Jens Brettschneider. Konnte leider nur sporadisch mitfahren, dafür 450 Punkte. Einfach mal machen!

Die übrigen Fahrer und Platzierungen entnehmt bitte der Gesamtwertung. Das soll deren Leistung nicht schmälern, sprengt aber den Rahmen etwas. Viele konnten aus verschiedenen Gründen nicht regelmäßig teilnehmen, oder mussten die Saison vorzeitig beenden.
Danke an alle Fahrer, die zu dieser spannenden Sasion beigetragen haben!

Teamwertung:

Ich lasse einfach mal die nackten Zahlen sprechen:

Gesamtwertung Saison 3


Unser Saisonfazit:

Was positiv war:
- Wir hatten ein anfangs wieder dichtes Fahrerfeld, trotz der schon dritten Saison mit diesen Wagen. Spricht für das Konzept.
- Wir hatten spannende und zumeist faire, professionelle Rennen. Lob an die Fahrer.
- Obwohl unser Admin-Team nur noch aus zwei Leuten hauptamtlich bestand, haben wir es gewuppt. (Schulterklopfen!)

Was schade war:
- Unser Kommentator Thomas Bienert musste aus Zeitmangel die Streams absagen und uns verlassen. Neuer Job = Weniger Zeit. Schade. Aber Danke Thomas für die geilen Streams.
- Manchmal hat die Fahrer das Augenmaß verlassen, trotz aller Fairness gab es auch sehr unschöne Szenen, die einigen die Freude am Racen geraubt haben. Schade.
- Aus wohl den obigen beiden Gründen haben uns einige Fahrer im Laufe der Saison verlassen, so das wir die letzten Rennen mit teils nur 10-12 Fahrern am Start waren. Schade.
- Auch haben uns einige der Admin-Kollegen aus völlig nachvollziehbaren, teils privaten, teils beruflichen Gründen, die Zuarbeit absagen müssen. Schade, aber nochmals ehrlichen und tiefen Dank für die Unterstützung.

Perspektive:

Womit wir bei der Zukunft wären. Als Konsequenz aus dem Fahrerschwund haben wir der SRU Masters eine Pause verordnet. Mindestens bis zum Herbst.

Als Alternative steht der Monday Night Cup konzeptionell fast final in den Startlöchern. Könnte ab April mit dem Audi TT als Cup das Sommerloch füllen.

Allerdings kriegen wir das nur mit personeller Unterstützung hin.

Sebastian Rosenhahn ist nicht unbegrenzt teilbar, hat ein Berufs- und Privatleben.

Christian Seelemann als Erfinder des Monday Night Cup steht bereit, aber beruflich bedingt nur sehr eingeschränkt.

Und ich, Mike Roller, unterstütze gerade die ACC-Truppe bei Erststart, versuche mehr oder weniger im Alleingang AC am leben zu halten, und meine Kinder siezen mich schon, mein Chef will mehr Zeit mit mir verbringen als meine Ehefrau – weswegen ich hier etwas die Reißleine ziehen muss.

Also, wer uns den Sommer über bei dem Monday Night Cup unterstützen will -meldet Euch. Je mehr dabei sind. Desto weniger Arbeit für den Einzelnen und mehr Rennspaß für alle.

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Der Sinn des Lebens? So zu leben, das es Sinn macht.

Technik: Intel i5 4460 | 16 GB RAM DDR3 | Nvidia GeForce GTX 1060 6GB | Asus Z-Series Mainboard Sockel 1150 | Thrustmaster T300 RS Wheel

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Re: SRU Masters | Siegerehrung Saison 3

Beitrag von Michael Bräutigam » 16. März 2020, 11:41:00

Vielen Dank Mike für die tolle Aufarbeitung. Danke auch an alle Beteiligten, dass die Saison noch über die Bühne gehen konnte, das war angesichts schwindender Starterzahlen und auch Admins sicher ein Kraftakt für viele. Deshalb: Chapeau :bow-blue:

Eine Anmerkung zur Saisonstatistik: Das Nordschleife-Rennen war nur ein Lauf über 60 Minuten (mit doppelten Punkten), aber ich glaube, das wurde halt als zwei Läufe eingetippt :confusion-shrug:

Ich hoffe, der Monday Night Cup kommt zustande. Jetzt, da eh alle zu Hause hängen (müssen) wäre es ja vielleicht sogar sinnvoll, mal 1-2 Testrennen zu machen? :drool:

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Mike Roller
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Re: SRU Masters | Siegerehrung Saison 3

Beitrag von Mike Roller » 16. März 2020, 12:41:13

Wäre eine Option.
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Re: SRU Masters | Siegerehrung Saison 3

Beitrag von Ron Gerrits » 16. März 2020, 20:44:12

Ich ware dabei...

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