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Es geschah am hellichten Tag – GT3 Trophy in Imola

Die Stille im italienischen Imola wird jäh unterbrochen. Mit infernalischem Kreischen rasen die bunten Blechmonster heran. Rad an Rad, auf Tuchfühlung und um jeden Meter des geschichtsträchtigen Asphalts kämpfend. Es ist Finalzeit bei der GT3 Trophy in Imola. Das letzte Rennen, und ein würdiger Titelträger, ein glücklicher Preisgewinner – doch immer der Reihe nach.

Das Rennen

Der letzte Lauf der Saison sollte nochmal einige Entscheidungen bringen. Jura Petrichenko würde kaum von der Spitze der Gesamtwertung zu verdrängen sein. Doch dahinter war die Luft eng genug, das ein kleiner Rülpser schon die Plazierung kosten konnte. Die Pole des Rennens sicherte sich Sascha Krupp, dahinter mit einer Starken Quali-Leistung Georg Heger. Alexander Grothe lauerte dahinter, vor Gerhard Waldhart und einem diesmal ungewohnt weit hinten startenden Jura Petritchenko. Doch so ein Rennstart hat eigene Gesetze. Waldhart wird gleich am Start vernascht, danach gerät Teamkollege Grothe ins Visier. Heger setzt sich an die Spitze, er konnte Krupp sportlich knackig ausbeschleunigen nach den ersten zwei Kurven. Im Mittelfeld quetscht sich Schampera zwischen zwei Wagen durch, einer davon wird von Hannes Hickl pilotiert. Dieser ist vom gewagten, aber gelungenen Überholmanöver so irritiert, das er das Bremsen vergisst und Schampera ins Grün dreht. Dieser ist nun letzter, Hickl wehrt sich gegen Rainer Langkau. Kurz darauf ein weiterer Dreher von Schampera, eigenverschuldet, und der soeben überholte Gert Ackermann geht mit einem freundschaftlichem Klaps vorbei. Bastian Spitzner liefert sich einen packenden Dreikampf mit Marco Dohmen und Frank Leupold, davor versucht Thomas Hübner der wilden Meute zu entkommen. Mittlerweile hat sich Markus Walter auf Platz vier vorgekämpft und lässt so Grothe und Taito hinter sich.

Im Ziel

Das Rennen nimmt mit einigen wilden Zweikämpfen und Verfolgungsjagden seinen Lauf. Doch letztlich siegt wieder Jura Petritchenko deutlich, dahinter behauptet Sascha Krupp Rang zwei vor einem grandios auffahrenden Markus Walter. Tobias Taito wird Vierter, eine Tatsache, die im weiteren Verlauf noch von Bedeutung sein wird. Georg Heger, der zu Beginn das Rennen anführte, wird Fünfter vor Herbert Putz und Gerhard Waldhart. Platz 8 erobert Ralf Stingl, dahinter Marco Dohmen. Tobias Altner komplettiert die Top Ten, wird sich aber später trotzdem noch freuen dürfen. Somit fährt Petritchenko wieder volle Punktzahl ein und sichert seine Führung in der Gesamtwertung weiter ab. Doch dahinter, da lauert die Spannung.

Die Saison

Werfen wir erst einen Blick auf die Saison. Besagter Petritchenko kann nun auf vier Siege und je zwei Zweite und zwei Dritte-Plätze zurückblicken. Selbst Mathe-Genies wird klar, da war nicht gegen anzustinken. Doch ein Fahrer glänzte mit zwei Podiumsplätzen und fünft Top-Five-Plazierungen, lediglich ein Ausfall war zu beklagen. Sascha Krupps Bilanz liest sich ähnlich, allerdings waren drei Rennen etwas in die Hose gegangen, so das er da zum Ende etwas abfiel. Natürlich dürfen wir Michel Behrendt nicht unerwähnt lassen, der zwei Siege einfuhr, aber auch viermal nicht die Zielflagge sah. Sonst wäre das nochmals eng geworden mit dem Titel. Auch Gerhard Waldhart darf sich mit einem Sieg schmücken, muss sonst aber auf eine eher durchwachsene Saison zurückblicken. Wie auch Markus Walter, der mit zwei Podestplätzen gegenüber vier Ausfällen auch keine Chance auf das Podium der Gesamtwertung hatte. Wir stellen fest, Konstanz und Zuverlässigkeit ist Trumpf.

Die Gesamtwertung und die Gewinner

Der Titel der GT3 Trophy 2017/2 geht an Jura Petritchenko mit 318 Punkten. Dahinter überraschend Tobias Taito, der mit 281 Punkten an Sascha Krupp vorbeizog, der nun 274 Punkte auf der Quittung hat. Ralf Stingl wird Vierter mit 257 Punkten vor Bastian Spitzner mit 246 Punkten.Herbert Putz bleibt mit 241 Punkten knapp vor Heiko Sanders (240 Punkte). Besondere Erwähnung gebührt Gerald Schulte. Mit 47 Punkten auf Platz 30 eher Schlusslicht, aber mit sieben sauberen Rennteilnahmen ein wahrer Racer, Trotz roter Laterne.

Ein weiterer Gewinner ist Tobias Altner, der in der Abschlussverlosung den Preis des Sponsors Tannenhof gewinnen konnte. Eine Woche für 4 Personen in Wagrain-Österreich. Ohne Internet. Also viel Zeit für Natur und stimmige Gespräche. Herzlichen Glückwunsch.

Danke schön

An dieser Stelle einen besonderen Dank an die zahlreichen Fahrer, die mit ihrem sportlichen Ehrgeiz und virtuellen Fahrkünsten diese Serie und Saison wieder so besonders gemacht haben. Rennsport pur, viel positives Feedback, packende Livestreams – was will man mehr. Dank natürlich auch an unseren Kommentator Bernd Schmidt und seine Krankheitsvertretung Tobias Heselmann – solche Live-Streams sind das Sahnehäubchen auf der Torte. An dieser Stelle auch ein durchaus wehmütiges Good-bye. Das Admin-Team wird sich verändern, neue Gesichter werden kommen, einige alte Hasen gehen. Also, frischer Wind ist im Anzug. Wir hoffen, Ihr seid auch in der nächsten Saison wieder dabei.



Pokal Rennergebnis

Gold Rennsieger: Jura Petritchenko

Silber 2. Platz: Sascha Krupp

Bronze 3. Platz: Markus Walter

4 Antworten zu “Es geschah am hellichten Tag – GT3 Trophy in Imola”

  1. Auch vom mir ein großes Danke an Mike der immer selbstlos und engagiert gewerkelt hat ohne selbst, mangels Internequalität, ins Lenkrad zu greifen zu können.
    Und natürlich an die Fahrer der SRU Community denen wir als Admins schöne Rennen bieten konnten und unser Hobby mit vielen neuen netten Bekanntschaften teilen durften.
    Last but Not Least Danke an alle Beteiligten in der Organisation für die Zusammenarbeit.

  2. Tannenhof ist super. Danke vor allem an Gert Ackermann für die tolle Woche in tannenhof die ich mit Familie und Freunden genießen durfte.

    Weiterhin gute Besserung Gert!!!

    Top Lage, super Menschen und Schnee im Überfluss.

    Natürlich auch toller Bericht.

  3. Toller Bericht, wie immer eben, wenn Mike in die Tasten haut!

    In eigener Sache nochmal danke in die große Assetto Runde, waren schöne 2,5 Jahre! Danke an alle Beteiligten Fahrer und vor allem das Reko-Team!

    See you on Track!

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