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Start frei für die GT3 Trophy am Nürburgring

Es ist soweit. Das erste Rennen der neuen GT3 Trophy am Nürburgring ist gelaufen, der Asphalt des altehrwürdigen Kurses in der Eifel in seiner seit 1984 bestehenden GP-Version mit reichlich Gummi beschmiert, es sind Schweiß und Tränen geflossen, und man kennt seine Gegner im Fahrerfeld nun. Doch wie lief das Rennen?

Die Poleposition

Jura Petritchenko sicherte sich die Pole im Ferrari 488 GT3 vor Audi R8 LMS-Fahrer Tobias Taito. Bastian Spitzner auf Ferrari und Sascha Krupp im Lamborghini Huracan lauerten dahinter auf ihre Chance. Auf Startplatz 5 Fatih Demirci im Mclaren 650 GT3, gefolgt von Tobias Altner im Ferrari und Ralf Stingl im McLaren. Alexander Grothe, Teamkollege von Petritchenko, sowie Herbert Putz und Gerhard Waldhart mit ihren Zwillings-Lamborghini komplettieren die Top Ten. Aber auch das folgende Fahrerfeld kann mit Legenden wie Michael Schäfer, Frank Leupold oder Kevin Schampera aufwarten. Auch ein Hannes Hickl oder Adrian Louchart geben sich die Ehre. Väterlichen Rückhalt gibt Altmeister Jürgen Dost, der das Feld der insgesamt 31 Fahrer abschließt. Fünf verschiedene Marken kämpfen um den Sieg, lediglich für Porsche, Nissan und Mercedes konnte sich kein Team erwärmen.

Das Rennen beginnt…

Soweit zum Vorgeplänkel. Schauen wir mal ins Cockpit von Jura Petritchenko an der Spitze des Feldes. Die Ampel schaltet auf Rot, und Jura? „Drehzahl passt. Gott, wo steht der Taito? Wenn der gleich innen neben mich kommt, krieg ich Plaque! So, Fuß auf die Kupplung. Wieso guckt der Spitzner hinter mir so böse?? Ah, Ampel aus! Und Hackengas!!“ Sprichts und verteidigt mit einem sauberen Start seine Pole vor Taito. Dahinter kommen sich Spitzner und Krupp verdächtig nahe, in einer Liebesschmonzette würde man von Tuchfühlung sprechen. Durch den Kontakt dreht sich Krupp schwankend wie ein Seemann auf klumpiger Frischmilch auf die Strecke und räumt Ralf Stingl gekonnt ab, der sich neben die Strecke dreht. Krupp fällt auf Rang 8 zurück, Stingl macht Bekanntschaft mit dem letzten Drittel des Feldes, während Petritchenko souverän an der Spitze von dannen zieht, Taito im Schlepptau. Nutznießer der Aktion wird Tobias Altner, der an Demirci vorbei Rang 4 erbt.

Park-Probleme

Die erste Runde neigt sich mit einigen kleineren Scharmützeln dem Ende zu, als es zu einem folgenschweren Fauxpas kommt. Kommentator Bernd Schmidt war etwas spät auf dem Weg zur Sprecherkabine, und parkte seinen Porsche GT3 einfach auf diesem großen schmalen Parkplatz hinter den ganzen anderen teuren Wagen, sich noch über die sportlichen und gut betuchten Besucher wundernd. Leider stand sein Porsche nun auf der Strecke vor der letzten Kurve, und während die ersten vier Fahrer noch reaktionsschnell ausweichen, nimmt Fatih Demirci mit schauspielreifen entsetztem Blick Maß und rammt den Porsche elegant zur Seite, was eine spontane kaltverformende Wirkung auf seinen Einsatzwagen hat. Alexander Grothe vollendet die Abräumaktion, muss aber das Feld weitgehend passieren lassen und fällt von Platz 6 auf 23 zurück. Fatih Demirci schleppt seinen torkelnden Audi noch über die Zielgerade, muss aber wenige Kurven später den schwer angeschossenen Ingolstädter abstellen. Der Mitschnitt des Boxenfunks wurde von der Prüfstelle für jugendgefährdende Inhalte sofort unter Verschluß genommen….

Halbzeit

Derweil baut sich die Spitze um Petritchenko, Taito und Spitzner einen kleinen Respektabstand auf. Im Kampf um Platz 23 verteidigt sich Thomas Schmitt im ramponierten Audi gegen Hannes Hickel und Gert Ackermann. Der siebtplazierte Greg Daniels muss den Kontakt zu Vordermann Herbert Putz abreissen lassen, bekommt seinerseits aber ordentlich Druck von Marcus Kruenes uns Frank Leupold, die die Fährte wie zwei Bluthunde aufgenommen haben und Daniels nun vor sich her hetzen.

Alex Knauer wollte eigentlich nur den Gert Ackermann überholen, aber genauso gut kann man einen Wackelpudding an die Wand nageln. Ein größeres Problem sind Jürgen Dost und Georg Heger, die offenbar seinen Auspuff wollen.

Nach etwa 13 Runden führt weiterhin Jura Petritchenko, aktiv im Überrundungsprozess, aber mit viel Luft im Rückspiegel. So wird denn auch Teamkollege Alexander Grothe überrundet, der sich mit dem schwer beherrschbaren Wagen schwertut – auf Platz 17. Herbert Putz hat sich mit seinem Lamborghini schon an die Spitze vorgekämpft, aber seinen Vordermann nicht im Blick. Die Boxenstopps wirbeln das Feld nochmals völlig durcheinander, auch kleinere Rempler und zuschauerfreundliche Dreher sorgen für Bewegung im Klassement.

Endspurt

Thord Johnson tries to catch Tobias Taito, driving in an impressive sophisticated manner, but he can only smell the sweat of fear of his opponent. Bernhard Janssen steuert seinen nur geliehenen Audi vorsichtig durch die Eifel, nur keinen Kratzer, nur keine Hektik. Herbert Putz fiel leider zwischenzeitlich einer kleinen sträflichen Unpässlichkeit zum Opfer.

Doch springen wir zum Ende dieses spektakulären Rennens. Es siegt, wenig überraschend, Jura Petritchenko vor Tobias Taito und Bastian Spitzner. Das Podium wird feuchtfröhlich mit angärendem Himbeersaft gefeiert. Sascha Krupp wird 4. vor Tobias Altner und Marcus Kruenes, Greg Daniels wird respektabler Siebter. Mit nur fünf Ausfällen ein sehenswertes Rennen.

Wir freuen uns also auf die Fortsetzung am 28.09.2017 auf dem Slovakia Ring.



Pokal Rennergebnis

Gold Rennsieger: Jura Petritchenko

Silber 2. Platz: Tobias Taito

Bronze 3. Platz: Bastian Spitzner

5 Antworten zu “Start frei für die GT3 Trophy am Nürburgring”

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