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Sascha Miesterfeld gewinnt die erste Generations Cup – Saison

Es ist soweit. Die erste Testsaison des Generations Cups ist vorüber. Über fünf Rennabende hinweg mussten sich die Fahrer in einem Mix aus Sprint- und Langstreckenrennen einigen der anspruchsvollsten und spektakulärsten Fahrzeuge verschiedener Epochen stellen. Angefangen bei den beliebten, kompromisslosen GT3-Boliden der heutigen Zeit über die etwas älteren, aber wesentlich leistungsfähigeren GT2-Monster bis hin zu den erdbodenerschütternden IMSA GTO und FIA Gruppe 5 – Monstern der 70er und 80er Jahre war alles dabei.

Bis zum Schluss erwies sich der Kampf um die Gesamtwertung als außerordentlich spannend, doch nun, da die Sieger feststehen, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass ein noch engerer Ausgang absolut undenkbar ist. Macht euch gefasst auf eine erstaunliche Siegerehrung!

 

Die Gesamtwertung

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Mit beeindruckenden fünf Siegen – davon einer im aus Punktesicht besonders wertvollen Langstreckenrennen in Suzuka – und stolzen 153 Punkten geht der Gesamtsieg an Sascha Miesterfeld. Der schnelle BMW M3 GT2 – Pilot war in allen Rennen bis auf Paul Ricard am Start – und dann auch immer heil im Ziel. Diese Konstanz gepaart mit der starken Performance macht sich bezahlt – herzlichen Glückwunsch, Sascha!

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Mit ebenfalls fünf Siegen und – jetzt kommt’s – mit ebenfalls 153 Punkten landet Oliver Kilian auf dem zweiten Platz in der Meisterschaft. „Wie das, bei Punktegleichheit?“, mag man fragen. Nun, in so einem Fall ist das Regelwerk erbarmungslos, aber eindeutig: die höhere Anzahl guter Positionen entscheidet. Da nun Sascha mit dem Sieg in Suzuka ein doppelt gewertetes Rennen gewann, ist die Sache klar: auf dem Papier werden ihm sogar sechs statt fünf Siege angerechnet – womit er vorne liegt. Als Trost kann der Nissan-Pilot zusammen mit Jochen Richter die meisten Punkte ohne Streichergebnisse – nämlich 170 – für sich beanspruchen. Das muss reichen.

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Auf Platz 3 folgt mit fünf Siegen und – ratet mal! – mit 153 Punkten Sebastian Bilstein. Unglaublich, aber wahr! Auch hier greift wieder die Regel der höheren Anzahl guter Positionen. Dass Sascha mit rechnerisch 6 Siegen auf Platz 1 steht, ist bereits geklärt, aber sowohl Sebastian als auch Oliver haben exakt 5 Siege. Nun gut, schauen wir weiter: zweite Plätze? Zwei für Sebastian und zwei für Oliver, also auch keine Entscheidung. Dritte Plätze? Hier entscheidet es sich endlich: zwei für Oliver, aber nur einer und somit „nur“ der dritte Platz für Sebastian. Knapper geht es nicht, und auch wenn das Regelwerk ein eindeutiges Ergebnis erzwingt, kann man mit Fug und Recht von „Gleichstand“ sprechen. Insofern herzlichen Glückwunsch zur hervorragenden Leistung im BMW M6, Seb!

Nachdem das Treppchen mit einiger Mühe geordnet ist, geht es kaum minder spannend weiter. Zwar nicht Punktegleich, aber mit 152 Punkten nur einen einzigen Zähler hinter dem Spitzentrio holt sich Jochen Richter im Audi 90 Quattro den vierten Platz. Über die gesamte Saison hinweg bewegte er den feuerspeienden IMSA-Boliden schnell und fehlerfrei, und hätte ihn nicht ein unverschuldeter Unfall am zweiten Rennabend einige Positionen gekostet, wäre er vielleicht sogar Gesamtsieger geworden. Vorsichtig ausgedrückt: „nicht schlecht“ – und Hut ab!

Mit einem etwas größeren Abstand sowohl nach vorne als auch nach hinten holt sich Frank Schuster einen sensationellen fünften Platz. Mit dem Mercedes SLS GT3 und dem Audi 90 Quattro ist er einer der wenigen Piloten, die eine Klassenübergreifende Wagenwahl trafen und somit an jedem Rennabend zwischen den beiden Läufen besonders hart mit der Umstellung zu kämpfen hatten. 138 Punkte belegen, dass ihm das perfekt gelang – Gratulation, Frank!

Auf Platz 6 findet sich ein echter Überraschungsgast ein. Wer hätte vor der Saison gedacht, dass Gert Ackermann – eher als eisenharter Mittelfeld-Kämpfer bekannt – mit dem BMW M3 GT2 derart weit nach vorne in die Top 10 Fahren würde? Nun, offenbar hat sich hier eine wunderbar zueinander passende Fahrer/Auto – Kombination gefunden, die Gert zu konstant guten Ergebnissen, darunter sogar eine zweiter Platz, und insgesamt 128 Punkten verhalf. Gratulation Gert, wirklich stark!

Siebter wird René Dümpelmann, der mit seinem Porsch … ähem … seinem RUF RT12R GT2 den zweiten Platz beinahe gepachtet zu haben schien. In fünf Rennen kam er als Zweiter ins Ziel, einmal als Vierter, und einmal als Fünfter. Wäre da nicht die eine, nicht mehr durch ein Streichergebnis kompensierte Nullrunde gewesen, dann … ja, dann hätten wir René vermutlich nochmals weiter vorne gefunden. Doch auch 121 Punkte können sich sehen lassen – herzlichen Glückwunsch, René!

Mit ebenfalls 121 Punkten kann sich Leo Kuhn die achte Meisterschaftsposition sichern. Auch er zählt zu den wenigen Fahrern, die mit Fahrzeugen aus zwei verschiedenen Klassen an den Start gingen und somit ein zusätzliches Handicap bei der Umgewöhnung hatten. Bei Leo blieb zumindest die beeindruckende Akustik eine Konstante, denn mit dem Cadillac CTS-V.R und dem Chevy Dekon Monza bändigte er gleich zwei V8-Monster. Dabei kam er auf konstant guten Positionen ins Ziel, erreichte aber anders als René nur eine einzige Podestplatzierung, so dass sich letzterer nach der „höhere Anzahl guter Positionen“-Regelung vor Leo einsortiert. Dennoch: Gratulation, Leo!

Geradezu ein Inbegriff der Konstanz war in dieser Saison Bernhard Janssen, der mit der Corvette C6 und dem BMW M6 zwei spektakuläre GT3-Renner an den Start brachte. Dabei fuhr er meist unauffällig, aber sehr zuverlässig ein gutes Mittelfeld-Ergebnis nach dem nächsten ein und sicherte sich so beachtliche 113 Punkte und den neunten Meisterschaftsplatz. Herzlichen Glückwunsch, Bernhard.

Komplettiert werden die Top 10 schließlich von Peter Kilian. Auf dem mehr als klassischen Duo aus BMW 320 Turbo und Porsche 935 konnte er über die Saison hinweg immerhin 95 Punkte sammeln, und dass, obwohl ihm mitunter der echte Motorsport in die Quere kam, so dass er gleich zwei nicht mehr durch Streichergebnisse kompensierte Nullrunden in der Wertung hat. Umso mehr herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung.

Wenn es einen Preis für das knappe Verfehlen des Treppchens gäbe, würde ihn wohl Jens Brettschneider erhalten. In allen bestrittenen Rennen – mit einer einzigen Ausnahme – kam der schnelle BMW 320 Turbo – Pilot auf Position 4 ins Ziel. Da er leider auch an zwei Rennabenden fehlte, was die Streichergebnisse nicht mehr ausgleichen konnten, reichte es am Ende „nur“ für 94 Punkte und Gesamtrang 11. Dennoch: hervorragend gefahren, Jens – Hut ab!

Ebenfalls nur unregelmäßig dabei, dann aber mit äußerst beachtlichen Ergebnissen war Tom Knost. Der BMW M6-Pilot sammelte 92 Punkte, die allerdings komplett aus 4 zweiten Plätzen und sogar einem Klassensieg in Paul Ricard stammten. Das kann sich sehen lassen, herzlichen Glückwunsch!

Nur einen einzigen Punkt dahinter kann sich Robert Kruppert den 13. Platz sichern. Mit dem RUF RT12R GT2 … wer würde es wagen, hier den Begriff „Porsche“ in den Mund zu nehmen? … kämpfte er Rennen um Rennen im Mittelfeld um Punkte und kam mit eisernem Durchhaltewillen in jedem bestrittenen Rennen ins Ziel. Das Ergebnis waren zahlreiche gute Positionen, darunter sogar ein dritter Platz in der Klassenwertung auf dem Nürburgring, und wie bereits angedeutet satte 91 Punkte. Gratulation, Robby!

Platz 14 geht an Marcel Schümmer, der in dieser Saison der Marke Ford treu blieb und das Feld durch zwei fantastische Klassiker bereicherte. Nicht viele Piloten trauten sich an den hubraumschwachen, dank Turbo aber enorm starken und soundgewaltigen Zakspeed-Capri, Marcel meisterte das legendäre Gruppe 5-Monster aber souverän. Keineswegs leichter hatte er es mit dem spektakulären IMSA GTO – Mustang, der zwar mit tollem Sound und enormem Grip besticht, dank stark gesperrter Hinterachse am Kurvenausgang jedoch zu einer echten Gefahr für Leib und Leben wird. Doch auch den Silhouetten-FoxBody brachte er in jedem bestrittenen Rennen ins Ziel, so dass am Ende trotz des verspäteten Saisoneinstieges 88 Punkte zusammenkommen. herzlichen Glückwunsch.

Der größte Pechvogel der Saison war ganz klar Michel „Socke“ Groteclaes. Mit dem BMW M3 GT2 war er zu hervorragenden Rundenzeiten in der Lage und stets eine Größe, mit der man in den Top 5 rechnen musste. Dementsprechend gestaltete sich auch der Saisoneinstieg mit drei dritten Plätzen in Folge äußerst vielversprechend. Dann jedoch schlug der Fehlerteufel zu, eine sich nicht mit RaceRoom verstehende Routereinstellung sorgte plötzlich mit grausamer Regelmäßigkeit für Disconnects und sorge für eine Nullrunde nach der anderen. Kein Wunder, dass das an der Motivation zehrte. Socke hielt jedoch tapfer durch und konnte den Fehler letztendlich eingrenzen. Für diese Saison war das leider zu spät, so dass nicht mehr als 81 Punkte und der 15. Platz zusammenkamen, doch wer weiß, was die Zukunft bringt? Gratulation zur starken Performance, Socke!

Ebenfalls hinter das Steuer der äußerst schwer zu beherrschenden Klassiker traute sich Tim Hallmann. Im IMSA GTO – Mustang und im BMW 320 Turbo nahm er die Rennen in Angriff – und konnte sich stets im Mittelfeld positionieren. Bestes Ergebnis war ein sechster Platz in Paul Ricard, insgesamt konnte er sich immerhin 80 Punkte sichern und sortiert sich so nur einen einzigen Zähler hinter Socke auf Position 16 ein. Gut gemacht, Tim!

Erst sehr spät, zur zweiten Saisonhälfte, stieg Jeremy Mook in die Saison ein. Dann zeigte er jedoch, dass er ohne Frage zu den schnellsten Piloten im Feld gehört und kam in absolut jedem Rennen auf dem Podium ins Ziel. Dass für ihn jedoch nur der Fahrspaß und nicht die Gesamtwertung im Vordergrund steht, demonstrierte er durch mehrere Wagenwechsel, die leider mit einigen Strafpunkten zu Buche schlugen. Umso beeindruckender, dass dennoch stolze 74 Punkte und der 17. Platz zusammenkamen. Congratulations, Jeremy!

Ebenfalls sehr schnell, aber nur in vier Rennen dabei war Mathias Stiborski. Mit dem BMW M6 fuhr er einen Sieg und zwei dritte Plätze ein, so dass trotz allem ansehnliche 70 Punkte auf seinem Konto landeten. Das reicht für Position 18. Stark gefahren, Mathias!

Genau wie Mathias war auch Michael Garscha stets schnell, aber nur in vier Rennen mit am Start. Ebenfalls im populären BMW M6 unterwegs, konnte er zwar keinen Sieg, aber zwei zweite und zwei vierte Plätze für sich verbuchen und sichert sich somit 68 Punkte und Gesamtrang 19. Gut gemacht!

Abgeschlossen werden die Top 20 schließlich von Achim Böhm, der sich zunächst ebenfalls dem Handicap einer Fahrzeugwahl aus zwei verschiedenen Klassen stellte und sowohl mit dem BMW M3 GT2 als auch dem wuchtigen GT3-Bentley an den Start ging. Mit beiden Fahrzeugen war er stets gut dabei, gab den Bentley allerdings nach der ersten Saisonhälfte zugungsten des BMWs ab und nahm die zugehörigen Strafpunkte in Kauf. Zum Saisonende hin schlug dann auch bei ihm die Technik in Form einbrechender Framerates zurück, was das Fahren unmöglich machte. Dank beachtlicher Ergebnisse wie etwa einem dritten Platz in der Klassenwertung in Suzuka konnte er dennoch 65 Punkte einfahren und hat sich seine Position somit redlich verdient. Gratulation, Achim – auf dass Du Deine lang erwartete Grafikkarte bald bekommen mögest!

Alle Teilnehmer detailliert aufzuführen, würde hier leider den Rahmen sprengen. Doch auch wenn die Positionen 21-34 nur noch in Listenform genannt werden, verdienen sie größten Respekt für ihre fahrerische Leistung auf diesen zum Teil unglaublich schwer zu bändigenden Fahrzeugen und vor allem ein riesengroßes Dankeschön für ihre Teilnahme!

Legen wir also los:

P21: Pascal Kalide – 64 Punkte
P22: Stefan Möbus – 58 Punkte
P23: Timo Hartmann – 52 Punkte
P24: Marc Paulaner – 50 Punkte
P25: Pascal Berninger – 45 Punkte
P26: Thorsten Kraffczyk – 43 Punkte
P27: Markus Walter – 40 Punkte
P28: Dominik Pieper – 28 Punkte
P29: Fabian Wolf – 36 Punkte
P30: Rolf Salz – 29 Punkte
P31: Joachim Schwab – 29 Punkte
P32: Tarik Uzerli – 28 Punkte
P33: Gerald Schulte – 26 Punkte
P34: Dennis Winter – 17 Punkte

Wir bedanken uns nochmals bei allen Fahrern für ihre Teilnahme!

Doch damit ist die Siegerehrung noch nicht abgeschlossen. Immerhin wurde in dieser Saison nicht nur die Gesamtwertung ausgeschrieben, sondern auch noch für jede der drei Klassen eine eigene Einzelwertung. Wer schlug sich denn nun in seiner jeweiligen Fahrzeugklasse am besten? Finden wir es heraus!

GT2

Die Fahrzeuge dieser überaus schnellen Klasse überzeugten mit beeindruckender Motorleistung und gewaltigen Kurvengeschwindigkeiten, verlangten ihren Fahrern aber auch hervorragende Reaktionszeiten und eine ruhige, beherrschte Fahrweise ab.

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Gesamtsieger Sascha Miesterfeld gelang das am besten, logischerweise steht er auch in seiner Klassenwertung auf Platz 1. Zur Erinnerung: mit 153 Punkten. Nochmals: herzlichen Glückwunsch, Sascha!

Besonders freuen dürfte sich der Zweitplatzierte in der GT2-Wertung. Mit diesem sensationellen Ergebnis beweist Gert Ackermann, dass seine Performance in dieser Serie nicht nur dem Material geschuldet war, sondern dass er auch gegen andere GT2-Piloten souverän behaupten kann. 128 Punkte sind eine echte Ansage. Hut ab, Gert, Hut ab!

Platz 3 geht an René Dümpelmann, der mit dem Porsche wie bereits erwähnt stets schnell unterwegs war und gute bis sehr gute Ergebnisse, sowie 121 Gesamtpunkte einfuhr. In einem Wort: verdient! Gratulation dazu.

Und hier die weiteren Positionen in der GT2-Klassenwertung:

P4: Leo Kuhn – 94 Punkte
P5: Robert Kruppert – 91 Punkte
P6: Michel Groteclaes – 81 Punkte
P7: Stefan Möbus – 58 Punkte
P8: Timo Hartmann – 52 Punkte
P9: Dominik Pieper – 38 Punkte
P10: Achim Böhm – 37 Punkte
P11: Tarik Uzerli – 28 Punkte
P12: Jeremy Mook – 5 Punkte

GT3

Die Piloten der GT3-Fahrzeuge konnten sich in dieser Serie zwar über gut ausbalancierte Fahrwerke und eine insgesamt relativ gute Beherrschbarkeit ihrere Wagen freuen, mussten aber mit der geringsten Motorleistung auf den Geraden vorlieb nehmen und hatten deshalb gerade auf den schnellen Kursen oft erhebliche Zweikampfnachteile. Dies durch geschickte Fahrmanöver und sauber durchgeführte Angriffe auszugleichen, stellte eine enorme Zusatzherausforderung dar.

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Auch hier ist es wenig verwunderlich, dass Sebastian Bilstein, der ja auf Gesamtposition 3 liegt, die GT3-Klassenwertung für sich entscheiden konnte. Auch wenn der BMW M6 GT3 ein beliebtes und oft gewähltes Auto war, so erfolgreich wie Seb bewegte es kein Zweiter. Gratulation zu 153 Punkten – und zum Klassensieg!

Ich weiß nicht, ob er vor der Saison damit gerechnet hätte – aber dass sich Bernhard Jannsen am Ende mit 113 Punkten auf dem zweiten Platz in seiner Klasse wiederfindet, könnte eine schöne Überraschung sein. Sehr gut gefahren, sowohl mit der Corvette als auch dem M6 – herzlichen Glückwunsch dazu.

Mit 92 Punkten auf Platz 3 der Klassenwertung beendet schließlich Tom Knost die Saison. Mit dem BMW M6 war er sicher auf keinem Exoten unterwegs, musste sich dafür aber auch gegen eine große Konkurrenz auf exakt dem selben Wagen durchsetzen. Erfolgreich, würde ich sagen – Gratulation, Tom!

Nun die weiteren Positionen der GT3-Klassenwertung:

P4: Frank Schuster – 72 Punkte
P5: Mathias Stiborski – 70 Punkte
P6: Michael Garscha – 68 Punkte
P7: Pascal Kalide – 64 Punkte
P8: Pascal Berninger – 45 Punkte
P9: Thorsten Kraffczyk – 42 Punkte
P10: Markus Walter – 40 Punkte
P11: Achim Böhm – 18 Punkte

Legends

Ob die historischen Rennboliden zurecht als spektakulärste Klasse im Feld gezählt werden können, darüber lässt sich streiten. Fakt ist, dass das Legends-Fahrerfeld mit 17 Teilnehmern das mit großem Abstand stärkste in dieser Serie war. Mit brutaler Leisung und sehr wenig Grip verlangen die Gruppe 5 – und IMSA GTO – Monster ihren Fahrern grundlegend andere Qualitäten ab, als es ein moderner Rennwagen tun würde. Eine perfekt getroffene Linie beispielsweise ist hier weniger wichtig als die Fähigkeit, auch jenseits des Haftungslimits die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten, genauso wie ein perfekter Bremspunkt nicht so bedeutend ist wie die Fähigkeit, mit spontan blockierenden Rädern umzugehen. Das kann anstrengend sein, macht aber immer Spaß.

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Mit stattlichen 153 Punkten holt sich Oliver Kilian auf Nissan Skyline 2000RS und Nissan 300ZX Z32 den Klassensieg, kann sich jedoch nicht über einen so souveränen Vorsprung freuen, wie es die Sieger der GT2 und GT3-Wertungen können, denn …

… ja, denn nur einen Punkt dahinter, also mit 152 Zählern, holt sich Jochen Richter im kompromisslosen Allrad-Audi den zweiten Platz. Dass es ohne einen unglücklichen unfall für ihn auch hätte ganz nach vorne gehen können, wurde ja bereits erwähnt. Doch auch mit Platz 2 kann man mehr als zufrieden sein – herzlichen Glückwunsch, Jochen.

Platz 3 bei den historischen Fahrzeugen geht – mit 95 Punkten – an Peter Kilian. Der BMW 320 Turbo zählt ohne Frage zu den anspruchsvolleren Fahrzeugen, doch insbesondere der gut 800 PS starke Porsche 935 war in dieser Saison eine Herausforderung für sich und ist definitiv nahe der Spitze der automobilen Nahrungskette einzuordnen. Danach kommt nur noch die Greenwood-Corvette … So oder so: Tolle Leistung, Gratulation!

Auch hier in Listenform die weiteren Positionen der Legends-Klassenwertung:

P4: Jens Brettschneider – 94 Punkte
P5: Marcel Schümmer – 88 Punkte
P6: Tim Hallmann – 80 Punkte
P7: Frank Schuster – 66 Punkte
P8: Marc Paulaner – 50 Punkte
P9: Jeremy Mook – 39 Punkte
P10: Fabian Wolf – 36 Punkte
P11: Joachim Schwab – 29 Punkte
P12: Rolf Salz – 29 Punkte
P13: Leo Kuhn – 27 Punkte
P14: Gerald Schulte – 26 Punkte
P15: Dennis Winter – 17 Punkte
P16: Stefan Möbus – 0 Punkte
P17: Timo Hartmann -0 Punkte

Damit sind wir fast, aber noch nicht ganz am Ende, denn Eines fehlt ja noch. Man wird es schon erraten haben: die …

Teamwertung

Nicht jeder Teilnehmer trat auch für ein Team an, doch die Quote war in dieser Saison erfreulich hoch. Insgesamt 14 Teams waren gemeldet, 12 davon fuhren Punkte ein dabei blieb die Teamwertung bis zum Schluss spannend, fiel aber natürlich eindeutiger aus als die Einzelwertungen. Werfen wir einen Blick in die Tabelle!
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Wer die Fahrerwertung aufmerksam mitverfolgt hat, wird es schon ahnen. Mit einem Fahrer auf Position 1 und einem Fahrer auf Position 7 holt sich das Team GreenSim-Racing, bestehend aus Sascha Miesterfeld und René Dümpelmann, den Sieg in der Teamwertung. Gewaltige 274 Punkte häuften die beiden schnellen GT2 – Piloten an, was für einen komfortablen Vorsprung auf die Zweitplatzierten. Gratulation an euch Beide!

Mit immerhin 248 Punkten immer noch sehr gut aufgestellt, aber mit einem gewissen Respektabstand nach vorne folgt das Kili-Team, bestehend aus Peter und Oliver Kilian. Beide Piloten setzten in dieser Saison voll und ganz auf die historischen Rennboliden, ein Konzept, das offenbar nicht nur in Sachen Fahrspaß aufging. Gratulation!

Ebenfalls im Lager der Gruppe 5- und IMSA GTO-Boliden waren Jochen Richter und Marcel Schümmer zu finden. Mit ihren Team SchüRi-Motorsport – welches mittlerweile selbst schon als echter Klassiker gelten kann – holten sie satte 240 Punkte und sortieren sich somit nur 8 Punkte hinter dem Kili-Team auf Gesamtrang 3 ein. Nicht nur Klassiker also, sondern auch Erfolgsrezept – herzlichen Glückwunsch dazu!

Nach einer kleinen Lücke, nur 19 Punkte dahinter, folgen Sebastian Bilstein und Michael Garscha und damit auch das beste GT3-Team der Saison. Beide SeMi Racing – Piloten waren auf dem brandneuen BMW M6 unterwegs und konnten das Potential des Wagens optimal ausschöpfen. Schnell waren beide unterwegs, letztenendes verhinderte nur Michaels eher unregelmäßige Teilnahme eine bessere Teampostion. Dennoch: 221 Punkte und Gesamtrang 4 können sich sehen lassen. Gratulation!

Gäbe es einen Preis für den kreativsten Teamnamen, ständen die Sieger schon fest. Das Team Wackeldackel, bestehend aus den beiden GT2-Piloten Gert Ackermann und Michel Groteclaes, glänzte aber ebenso auf der Strecke, sammelte trotz Sockes Verbindungsproblemen stolze 209 Punkte und sichert sich somit einen hervorragenden 5. Platz in der Teamwertung. Herzlichen Glückwunsch!

Ebenfalls kreativ bei der Benennung zeigten sich Leo Kuhn und Achim Böhm mit ihrem Brakesman Racing Team 2 – kreativ insofern, dass es diesmal kein zugehöriges Team 1 gab. Doch auf der Strecke wurde ohnehin schnell klar, dass die beiden nicht vor hatten, die zweite Geige zu spielen. 186 Punkte und Gesamtrang 6 sprechen für sich – Gratulation!

Mit ToMa Racing folgt auf Platz 7 ein weiteres, reines GT3-Team. Sowohl Tom Knost als auch Mathias Stiborski waren nur in einem Teil der Rennen am Start, dann aber so erfolgreich, dass insgesamt respektable 162 Punkte und der 7. Tabellenplatz dabei herauskamen. Gratulation dazu!

Gerade mal sechs Punkte dahinter sortiert sich das KJ Racing Team um Bernhard Janssen und Thorsten Kraffczyk ein. Beide Piloten waren in der GT3-Klasse unterwegs, brachten aber mit ihrer eher exotischen Wagenwahl, darunter beispielsweise Corvette C6, RUF RT12R und BMW Z4 besonders viel Farbe ins Feld. Über die Saison hinweg sammelten sie so 156 Punkte – genug für einen verdienten, 8. Platz. Sehr gut gefahren, ihr Beiden!

Auf dem 9. Platz reiht sich Black Hawk Racing, bestehend aus Marc Paulaner und Fabian Wolf ein. Nach einem starken Saisonstart scheiterte es hier an regelmäßiger Saisonteilnahme, andernfalls wären die beiden brandschnellen Porsche 935-Piloten definitiv in den Kampf um die Tabellenführung involviert worden. Auch so kommen immerhin 86 Punkte zusammen, gut gemacht!

Komplettiert werden die Top 10 schließlich vom besten Einzelteam der Saison. Tim Hallmann ging für Bad Magic Racing an den Start und konvertierte seine Einzelpunkte direkt zum Teamkonto. Unter dieser Prämisse sind 80 Punkte übrigens durchaus beeindruckend – man rechne diesen Wert mal zwei und überlege im Geiste, wo es mit einem Teamkollegen hätte hingehen können. Ganz stark gefahren Tim, Gratulation!

Damit sind wir auch schon durch mit den zehn besten Teams. Die verbleibenden Positionen folgen auch hier in Listenform:

P11: joto racing (Joachim Schwab & Torsten Hoehne) – 29 Punkte
P12: R.E.D. Racing (Gerald Schulte) – 26 Punkte
P13: OneMan Racing Team (Frank Waschke) – 0 Punkte
P14: Jägermeister Racing Team 1 (Mark Ackermann) – 0 Punkte

 

Und damit ist die erste Testsaison des Generations Cups offiziell abgeschlossen. Die Serie zeigte sich als vielversprechend und abwechslungsreich, allerdings auch noch mit einigem Verbesserungspotential. Für die kommende Saison werden diese Punkte mit einigen neuen Ideen adressiert werden, um die Serie nochmals attraktiver zu gestalten. Das Grundkonzept in Form des eingesetzten Wagenpools möchten wir aber beibehalten. Bis zum Saisonstart wird noch einige Zeit vergehen, genaue Infos zum neuen Format werden alle interessierten Piloten in den nächsten Wochen im Forum des Generations Cups erhalten!

Abschließend möchten wir, die Serienadmins des Generations Cups, uns nochmals bei allen Teilnehmern für ihre selbst mit diesen extrem anspruchsvollen Wagen stets faire und unfallarme Fahrweise sowie für die angenehme Forumsatmosphäre bedanken! So macht das Spaß – und Vorfreue auf die kommende Saison!

Bis dahin! :obscene-drinkingcheers:

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