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Matthias Weber gewinnt das große Crash-Derby in Macau

Nach den ersten 4 Saisonrennen der Simracing United GT Pro Series auf amerikanischem Boden stand vor dem längeren Halt in Europa der Guia Curcuit in Macau auf dem Plan. Nicht, dass der Stadtkurs in der ehemaligen portugiesischen Kolonie allein schon besonders schwierig zu meistern wäre, es musste ausgerechnet am Renntag auch noch regnen. Damit war schon alles angerichtet für ein spannendes Rennen, dass zahlreiche Opfer fordern sollte.

Das Qualifying begann bei Starkregen. Zahlreiche Teilnehmer taten sich lange schwer, überhaupt eine gezeitete Runde zu setzen. Als dann im Laufe der Qualifikation der Regen aufhörte, wurden die Zeiten langsam besser und immer mehr Teilnehmer konnten eine Zeit setzen. Lars Nowack sicherte sich und dem Team Green Flashes II die Pole. Startreihe 1 wurde komplettiert von Mike Horn, dahinter Rickard Nilsson und Markus Walter.
Die Formationsrunde brachte schon die ersten Opfer hervor; Danny Schubert und Alex Sturm mussten noch vor Rennfreigabe zur Reparatur an die Box. Der Start lief sehr gesittet ab, besonders in Anbetracht der schwierigen Umstände und geringen Sicht. Nowack behielt die Spitze vor Horn, dann folgten Walter, der von P8 gestartete Jan Titz und Matthias Weber. Nilsson fiel auf Slicks bis auf P6 zurück; eine Entscheidung, die er und andere Slickbereifte noch bereuen sollten. Noch in Runde 1 fielen weitere Teilnehmer der Strecke und dem Wetter zum Opfer und die Top5 setzten sich massiv ab. Kaum in Runde 2 angekommen, übernahm Mike Horn in Turn 3 die Führung. Am Ende des 2. Umlaufes musste sich Nowack auch von P2 verabschieden. Eine notwendige Reparatur warf ihm wie so viele andere erst einmal zurück. Bis Runde 9 hatte sich Horns Vorsprung im Black Hawk Racing-Aston Martin auf konstante 10 sek. vor mittlerweile Matthias Weber eingependelt. Titz und Walter hatten sich nach Unfällen in die Box bzw. in den nächsten Flieger verabschiedet. Derweil lagen Alex Bräutigam und Marco Dohmen mit großen Abständen sicher auf den Rängen 3 und 4.

Das große Stühle-Rücken begann

…35 Minuten vor dem Ende und drehte sich besonders um die Spitzenpositionen. Alex Bräutigam streifte seine Intermediates ab, wechselte auf die weichen S7-Slicks und ging dank des erheblichen Vorsprungs als Vierter wieder ins Renngeschehen. Dohmen tat’s ihm kurz darauf gleich. Mit frischen Intermediates fuhr er als Fünfter weiter. Doch das Karussel drehte sich unaufhörlich: Nur einen Moment später wurde der Spitzenreiter Horn mit fehlendem Rad gesichtet. Er hatte einen stehenden Swedish Sim Racers-Ferrari übersehen und bei der heftigen Kollision deutlichen Schaden davongetragen. Glück im Unglück für Horn: Der Unfall passierte nur eine Kurve vor der rettenden Box. Weniger Glück hatte dabei sein Teamkollege Alex Bräutigam. Der musste hinter Mike Horn auf seinen nächsten Reparaturstop warten bis endlich der Boxenplatz frei wurde. Nachdem auch Matthias Weber mittlerweile auf Slicks gewechselt hatte und auch Jan Titz die Schrauberkünste seiner Mechaniker in Anspruch nahm, lag bei 27 min. Rest nun Nowack vor Weber, Dohmen auf P3. Auch Lars Nowack gab sich die Ehre mit einem Extra-Stop, verlor dabei aber keine Position. Im Gegensatz dazu war Marco Dohmens Unfall 10 min. vor der Zielflagge für das Endergebnis maßgeblich. Er sparte sich zwar den Besuch bei seiner Crew, fiel aber in Kombination mit einem weiteren, schwereren Crash bis auf P6 zurück. Die Glücklichen dabei: Mike Horn, Carsten Schulze und Jan Titz, die jeweils eine Position von Dohmen erbten.

So siegt Matthias Weber in Macau beim größten Crash-Derby in der Geschichte der GT Pro Series. Lars Nowack holt sich wie zwei Wochen zuvor Rang 2 und Mike Horn schließt das Podium auf Rang 3 ab.

Der erste, kurze Auftritt in Asien ist nun schon vorüber. Auf die Teilnehmer der GT Pro Series warten nun 4 Europa-Rennen. Für den 6. Wertungslauf am 13.06.2017 hat man sich das Automotodrom Brno im schönen Tschechien ausgesucht.



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