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Siegerehrung der Touring Classics

Es ist geschafft: die erste Touring Classics – Saison ist vorüber. An insgesamt zwölf Rennabenden mussten sich die Piloten der historischen Gruppe A – Tourenwagen beweisen und dabei nicht nur die Konkurrenz, sondern auch Fahrzeug und Strecke bezwingen. Zum Finale ließen sie es nochmal richtig auf dem Salzburgring krachen. Jetzt stehen die Endergebnisse fest, und es ist an der Zeit, die Sieger zu küren.

Beginnen wir wie immer mit der …

Fahrerwertung

Überraschend kommt es nicht, denn so regelmäßig wie Marc Paulaner war in dieser Saison fast niemand auf dem Treppchen zu finden. Unglaubliche 10 Rennsiege fuhr der Pilot des schwarzen Volvo 240 Turbos ein – immer hart am Limit und manchmal hart an der Kippgrenze. In Verbindung mit zahlreichen zweiten und dritten Plätzen ergeben sich so enorme 655 Punkte und ein beachtlicher Vorsprung auf den Rest des Feldes – umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass dort auch schon 20 Strafpunkte für einen Wagenwechsel zu Saisonbeginn eingerechnet sind. Hut ab, Marc, und herzlichen Glückwunsch zum Sieg! Nur den „Durchschnittsfahrer“ nimmt Dir jetzt keiner mehr ab.

Auch Marcs gefährlichster Konkurrent gab dem brachialen Antritt eines Turbomotors den Vorzug vor perfekter Kurvenlage. Satte 1,4 Tonnen schleppte Jochen Richter im Nissan Skyline Rennen für Rennen mit sich herum. Dennoch gelang es ihm, den übergewichtigen Japaner virtuos um die Strecke zu bewegen, der Allgemeinheit zu demonstrieren dass man – genügend Wahnsinn vorausgesetzt – auch mit einem Joystick schnell sein kann, und dabei auch noch beeindruckende 6 Siege sowie stolze 622 Gesamtpunkte einzufahren. Darüber hinaus entging Jochen den Titel des Strafpunktekönigs nur um Haaresbreite. Seinen begeisterten Ankündigungen zum Trotz sind diese aber nicht auf intendierte Feuerunfälle in Kurve 1 zurückzuführen, sondern ganz einfach auf ein strategisch etwas fragwürdiges Wagen Hin- und Hergetausche am Saisonbeginn. Wir halten fest: sauschnell, und das auch noch mit Stick und fairer Fahrweise – dazu kann man nur gratulieren!

Zum Saisonende hin spitzte sich der Kampf um die Positionen zwei und drei nochmals erheblich zu. Nur 5 Punkte hinter Jochen sichert sich Fabian Wolf mit einem weiteren Volvo 240 Turbo den dritten Platz. Wie auch sein Teamkollege Marc Paulaner wechselte er gleich am Anfang der Saision den Wagen und musste so ein Handicap von 15 Punkten ausgleichen. Das gelang ihm insbesondere in der zweiten Saisonhälfte ganz hervorragend, und immer häufiger waren die beiden Black Hawk – Volvos im direkten Duell um die Spitze zu sehen. Am Ende stehen für Fabian 3 Siege, satte 617 Punkte und ein mehr als verdienter dritter Gesamtrang. Herzlichen Glückwunsch!
Bis zum Finale war Dominik Pieper ein ernstzunehmender Anwärter auf die dritte Meisterschaftsposition. Letztendlich verbannte ihn eine geradezu skurrile Pechsträhne im letzen Rennabend auf Rang 4, doch eine Saison mit vielen Podiumsplätzen und Top-5 Platzierungen spricht für sich – vor allem, wenn man bedenkt, dass Dom mit dem Ford Mustang auf einem absoluten Exoten und ganz, ganz sicher nicht auf dem konkurrenzfähigsten Auto im Feld unterwegs war. 587 Punkte zu sammeln – und das mit dem rudimentären Fahrwerk und der nicht ganz den Daten auf dem Papier entsprechenden Beschleunigung des Mustangs – ist eine ganz starke Leistung!

Den fünften Meisterschaftsplatz sichert sich Oliver Kilian, im übrigen der einzige Fahrer in den Top10, der pro Abend mit zwei verschiedenen Fabrikaten an den Start ging. Auch hier erfolgte ein Wagenwechsel während der Saison, was das unvermeidliche 15 Punkte – Handicap nach sich zog. Dank einem Sieg und einigen Podiumspositionen kommen immerhin 583 Punkte zusammen – nur ganz knapp hinter Dom und im guten Gefühl, wenn schon nicht mit dem beliebten Opel, dann doch mit dem Audi V8 ebenfalls ein eher exotisches Fabrikat pilotiert zu haben.

Apropos Opel … der vielleicht schnellste Opel-Pilot in dieser Saison läuft direkt dahinter, auf Rang 6 ein. Thomas König konzentrierte sich ganz auf den soundgewaltigen Rüsselsheimer, brannte regelmäßig ehrfurchtsgebietende Rundenzeiten in den Asphalt und war in den Rennen fast immer in den Kampf ums Podium involviert. Das Einzige, was ein noch besseres Endergebnis verhinderte, ist eine nicht mehr durch Streichergebnisse kompensierbare Nullrunde. Oder einfach gesprochen: Thomas fährt wie der Teufel, fehlte aber diesmal zu oft. Zu immerhin 565 Punkten kann man dennoch gratulieren und gespannt sein, was die nächste Saison für Thomas bringen wird.

Wir bleiben vorerst Markentreu. Auch Thomas‘ Teamkollege Sascha Miesterfeld entschied sich für den Opel Omega und sorgte für eines der spannendsten teaminternen Duelle der Saision. Je nach Tagesform war Sasche durchaus in der Lage, um die Podestplätze mitzumischen und seine Markenkollegen samt und sonders das Fürchten zu lehren. So beendet er die Saison mit 553 Punkten auch nur ganz knapp hinter Thomas. Gratulation Sascha zu diesem starken siebten Platz!

Einen raketenartigen Aufstieg legte gerade in den letzten Rennen der Saison Mathias Stiborski hin. Nachdem er mit guten Mittelfeldpositionen in die Serie einstieg, wurde er von Rennen zu Rennen spürbar sicherer und erfolgreicher im nicht ganz einfachen Unterfangen, aus dem schwachbrüstigen BMW M3 nur durch Ausnutzung der sehr guten Kurvenlage die selben Zeiten herauszuholen wie die gut 100 PS stärkere Konkurrenz. Am Ende stehen 506 Punkte (wohlgemerkt mit einer nicht mehr durch Streichergebnisse kompensierten Nullrunde), ein beachtlicher achter Platz und der Titel des schnellsten BMW-Fahrers im Feld.

Die neunte Position sicherte sich mit Timo Hartmann ein weiterer Opel-Pilot. Timo konnte leider erst um 4 Rennen verspätet in die Saison einsteigen, war dann aber wie ein Uhrwerk an allen verbleibenden Rennabenden dabei und ein regelmäßiger Gast unter den Top10. So sammelte er stolze 473 Punkte – und, wie man durchaus mal erwähnen darf, vorbildliche 0 Strafpunkte. Herzlichen Glückwunsch, Timo!

Komplettiert werden die Top10 von Sebastian Bilstein. Mit dem wunderschönen und herrlich klingenden BMW 635 CSi wählte er ohne Frage ein Auto zum Spaß haben, aber nicht unbedingt eines zum gewinnen. Dennoch war er mit betagten Bayern allzeit schnell unterwegs, beendete die Rennen regelmäßig unter den ersten 10, sammelte satte 437 Punkte und zeigte so, dass man auch als vermeintlicher Underdog sehr gute Ergebnisse erzielen kann. Zu dieser leistung kann man Gratulieren.
Bei insgesamt genau 50 Teilnehmern ist es uns alleine vom Umfang her leider nicht möglich, hier jeden einzeln zu erwähnen, daher ziehen wir nach den Top 10 notgedrungen einen Schlusstrich. Die weiteren Positionen könnt ihr wie gewohnt in der >> Gesamtwertung << einsehen. Ein Blick lohnt sich, denn extrem enge Positionskämpfe gab es im gesamten Feld. Zum Teil liegt nach 24 Rennen und mehr als einem halben Jahr Saisondauer nur ein einziger Punkt zwischen zwei Positionen. Auf die Spitze treiben es Aber Norbert Rosenhahn und Joachim Schwab, die beide mit genau 253 Punkten um den 26. Platz konkurrieren. 😯 Das Regelwerk sieht in so einem Fall eine Rangordnung nach dem besseren Einzelergebnis vor, und dieses kann Norbert mit einem dritten Platz in Bathurst vorweisen, so dass die 26. Position an ihn geht. Festhalten lässt sich, dass wir ein herrlich eng beieinander liegendes und buntes Feld mit durchweg ganz hervorragenden Fahrern am Start hatten. Mehr kann man sich als Ligaadmin nicht wünschen. Vielen Dank, dass ihr alle dabei wart!

Damit schließen wir die Fahrerwertung ab und kommen zum zweiten großen Punkt: der …

Teamwertung

Wer ein bisschen rechnen kann, wird nicht überrascht sein, dass man mit einem Sieg und einem dritten Platz in der Fahrerwertung auch ganz hervorragend für die Teamwertung aufgestellt ist. In der Tat machte Black Hawk Racing, bestehend aus Marc Paulaner und Fabian Wolf kurzen Prozess und sicherte sich den Gesamtsieg schon lange vor Saisonende. Überragende 1272 Punkte fuhren die beiden schnellen Volvo-Treter ein, das ist ein Vorsprung von 154 Zählern auf Platz 2. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Spitzenleistung, mehr Titel als ihr hat in der nächsten Saison niemand zu verteidigen!

Eher als spontane Fusion entstanden, erwies sich das Duo Thomas König & Sascha Miesterfeld mit ihrem Team LDK meets GSR als wahres Erfolgsrezept. Die beiden Opel-Bändiger konnten zusammen 1118 Punkte sammeln, was spielerisch für Gesamtrang 2 und stolze 112 Punkte Vorsprung auf Platz 3 reichte. Herzlichen Glückwunsch an euch Beide!

Besonders hart umkämpft war der dritte Platz in der Teamwertung. Am Ende konnte sich diesen das Brakesman Racing Team 1, bestehend aus Dominik Pieper und Frank Schuster, mit 1006 Punkten und somit nur einem einzigen Punkt Vorsprung sichern. Knapper geht es wahrlich nicht. Gratulation euch Beiden, nicht nur für das Top-Ergebnis, sondern auch dafür dass ihr dieses mit der … ausgefallenen … Wagenaufstellung „Mustang / Audi / BMW 635“ erreicht habt.
Um besagten einen Punkt dahinter landet das mittlerweile legendäre SchüRi Motorsport – Team um Marcel Schümmer und Jochen Richter. Mit der Kombination aus Nissan, Volvo und BMW 635 waren die Beiden ebenfalls bunt aufgestellt und – wie 1005 Punkte belegen – überaus erfolgreich. Immerhin konnten nur vier der 24 gemeldeten Teams die 1000 Punkte – Schallmauer knacken. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Im Respektabstand von 50 Punkten dahinter sortiert sich das Kili-Team um Peter & Oliver Kilian ein. Mit einem Mix aus Volvo, Mercedes, Audi und Opel brachten die beiden wohl die größte Wagenvielfalt im Feld an den Start. 955 Punkte und Gesamtrang 5 belegen, dass das beständige Umgewöhnen auf ein neues Auto zwischen den beiden Rennen eines Abends keinen Hinderungsgrund für gute Positionen darstellt. Mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein!

Auf Rang 6 landet das Team ProtecRacing, bestehend aus Stefan Möbus und Thomas Pache. Ohne frage zählten die Beiden zu den schnellsten Piloten im Feld: ebenso virtuos wie Stefan auf dem widerspenstigen Audi V8 war Thomas auf dem leistungsschwachen BMW M3 unterwegs. Lediglich die etwas unregelmäßige Teilnahme beider Fahrer verhinderte Top-Positionen in Einzel- und Teamwertung, aber auch so sammelten sie beachtliche 746 Punkte. Gratulation zu eurer starken Leistung!

Den 7. Platz holen sich die Feng-Shui-Brothers, namentlich Timo Hartmann und Tarik Uzerli. Beide Piloten zeigten über die Saison hinweg, dass sie den Opel hervorragend beherrschten und jederzeit auf gute Positionen fahren konnten. Leider konnte Tarik aus Zeitgründen nur recht sporadisch teilnehmen, so dass es Timos Aufgabe wurde, den Löwenanteil der immerhin 672 Punkte des Teams einzufahren. Herzlichen Glückwunsch euch Beiden!

Position 8 geht an das Brakesman Racing Team 2. Achim Böhm und Leo Kuhn erwiesen sich beide als gute Piloten mit viel Durchhaltevermögen, die beide regelmäßig Positionen im vorderen Mittelfeld, ja, in Leos Fall sogar in den Top 10 einfahren konnten. Leider konnte auch Achim in vielen Rennen nicht teilnehmen, dennoch reicht es mit Rang 18 in der Fahrerwertung für Leo und Rang 24 für Achim gemeinsam für respektable 587 Punkte in der Teamwertung. Gratulation dazu!

Den neunten Platz in der Teamwertung holen sich Joachim Schwab und Torsten Hoehne mit ihrem Team joto-Racing. Die Beiden setzten komplett auf den BMW M3, der jedoch auf den schnelleren Kursen dieser Saison einen schweren Stand hatte. Dennoch fuhren sie konstant gute Ergebnisse ein, und gerade Torsten war ein regelmäßiger Gast in den Top 10. Gemeinsam reicht es für 562 Punkte, nur knapp hinter Achim und Leo. Herzlichen Glückwunsch!

Komplettiert werden die Top 10 vom Team MNBS Racing Germany, bestehend aus Mathias Stiborski und Niels Bielawny. Die Beiden entschieden sich für Fahrzeuge, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Niels setzte auf die brutale Gewalt und den Allradantrieb des schweren Nissan Skyline, während Mathias auf Motorleistung pfiff und das hervorragende Handling des BMW M3 bevorzugte. Gemeinsam bringen sie es auf beachtliche 549 Punkte und beweisen so, dass eine homogene Wagenwahl keine Voraussetzung für ein gutes Teamergebnis ist. Gratulation dazu!
Auch hier müssen wir es leider bei den erfolgreichsten 10 Teams belassen. Die verbleibenden Positionen könnt ihr auch hier in der >> Gesamtwertung << einsehen. Besonders gefreut hat uns die hohe Zahl von 24 eingeschriebenen Teams. Das ist eine gute Quote die erheblich dazu beitrug, dass die Teamwertung am Ende nicht minder spannend ausfiel als die Fahrerwertung. Wir hoffen, ihr haltet es in der kommenden Saison ebenso und schließt euch fleißig zusammen.

Und damit ist die Siegerehrung des ersten Touring Classics – Durchlaufes hier bei Simracing United beendet. Es war eine schöne Saison mit vielen Höhepunkten, die – auch wenn nicht immer alles glatt lief – einen äußerst positiven Eindruck hinterlassen hat. Daher haben wir nicht lange mit der Entscheidung gezögert, die Touring Classics um eine weitere Saison fortzuführen, die schon in Kürze starten wird. Alles beim Alten belassen haben wir freilich nicht, durch zahlreiche Änderungen sollte die Serie in Zukunft sogar noch spannender und abwechslungsreicher werden als bisher. Insofern freuen wir uns schon darauf, euch bald wieder am begrüßen zu dürfen.

Bis dahin!
Eure Admins

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